Villingen-Schwenningen Zur Geschichte der Färberstraße

Färberstraße im Wandel der Zeiten

Der ehemalige Stadtarchivar Josef Fuchs schrieb 1981 in einer Abhandlung: „Das einheitliche Bild, das die Färberstraße heute bietet, täuscht in Bezug auf die Entstehung derselben. Zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert war Villingen eine der bedeutendsten Städte der Tuchherstellung, Färber musste es damals zahlreiche gegeben haben und sie übten ihre Arbeit wohl in diesem Teil der Stadt aus.“

Ältestes Haus: Den Namen „Färberstraße“ erhielt die Straße tatsächlich aber erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts. Eines der ältesten Häuser der Färberstraße, das Glunkenhaus, wurde erstmals 1360 erwähnt und wird seit 1965 als Gaststätte genutzt. 1981 wurde es saniert. Das Gasthaus Ott ist schon seit 1840 als Gaststätte und später auch als Brauerei erwähnt, seine Blüte hatte es zwischen 1950 und 1970, ehe es danach ungenutzt blieb. 1989 wurde das Gebäude ebenfalls saniert, seither beherbergt es wieder ein Restaurant.

Kneipenmeile: In den folgenden Jahren eröffneten in der Färberstraße weitere Bars und Gaststätten, was naturgemäß zu Problemen mit der Anwohnerschaft führte. 2006 wurde deshalb die weitere Einrichtung einer Gaststätte zuerst von der Stadtverwaltung abgelehnt. Dieser Entscheid wurde 2008 vom Verwaltungsgerichtshof gekippt, was den Gemeinderat dazu bewog, sich intensiv mit einer Umgestaltung der Straße zu befassen. Die Finanzkrise machte dem einen Strich durch die Rechnung.

Sanierung: Das Ziel, durch eine qualitative Aufwertung der Straße auch eine Aufwertung der vorhandenen Gaststätten und Einzelhändler zu bewerkstelligen, war jedoch gefasst. Die Interessensgemeinschaft Färberstraße war in die Umgestaltung einbezogen, der Wunsch etlicher Gewerbetreibender, aus dieser eine Fußgängerzone zu machen, wurde jedoch nicht gemeinschaftlich getragen und fand keine Entsprechung. Im Februar 2011 genehmigte das Land einen Zuschuss von 500 000 Euro für die Umgestaltung, im Juni begannen die Umbaumaßnahmen. Wenn im Frühjahr 2013 die letzten Arbeiten abgeschlossen sein werden, sind über eine Million Euro in die neue Straßengestaltung geflossen. (us)

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