Villingen-Schwenningen Werkrealschule soll erhalten bleiben

Gesamtelternbeirat sieht Zusammenlegung von Hirschberg- und Friedensschule kritisch

Die Beibehaltung einer zweiten Realschule unter städtischer Trägerschaft neben der Karl-Brachat-Realschule und den Erhalt der Sekundarstufe 1 in der Breite fordert der Gesamtelternbeirat (GEB) der Schulen. Zur besseren Einbindung der Eltern in die Schulentwicklung der Stadt hat der GEB eine vierteljährliche Sitzung mit den Schulämtern vereinbart.

Großen Raum in der Arbeit des GEB hat im vergangenen Jahr und dem ersten unter dem Vorsitz von Michael Grießhaber die Schulentwicklung eingenommen. Herausragendes Thema war dabei die Diskussion um die Hirschbergschule, die, so befürchtet man, tatsächlich "abgewickelt" wird, wenn man nach den jüngsten Beschlüssen geht.

"Das ging durch den Gemeinderat und hat großen Druck in der Hirschbergschule ausgelöst. Weil der Elternbeirat der Schule auf uns zukam, konnten wir hier beratend zur Seite stehen." Dabei war der Wunsch der Eltern eindeutig, dass die Hirschbergschule nicht in der Friedensschule integriert werden sollte. Dies wurde aber im April vom Gemeinderat anders entschieden.

Das grundlegende Problem sieht der GEB in der Auswirkung, dass die Zusammenlegung am Standort Friedensschule zu einer Auflösung der dortigen Werkrealschule führen wird.

"Da bleibt zukünftig ja nur am Deutenberg die Werkrealschule übrig und das halten wir für zu wenig", sagt Grießhaber. Die Sekundarstufe 1 müsse auf die Dauer auch in der Breite erhalten bleiben, ist er überzeugt. Dazu kommt die Möglichkeit, dass die Werkrealschulen zukünftig dem Trend folgend dann in Gemeinschaftsschulen übergeführt werden könnten, was aber nicht für alle Eltern in Frage kommt, wie Petra Krauss erläutert. Dies ist für sie Grund genug, die Friedenschule mit ihrem Angebot zu erhalten.

Ende Juni wird es von Seiten des GEB eine Stellungnahme geben, die an das Regierungspräsidium gehen wird. "Da sind wir allerdings nur beratend tätig und haben keinen Einfluss auf die letztendliche Entscheidung", so Grießhaber.

In einer Sitzung des GEB, bei der das Schulamt der Stadt als Träger der Schulen und auch das Schulamt Donaueschingen miteinbezogen wurde kam es nun im Zuge dieser Entwicklung zu der Entscheidung, dass man sich gemeinsam vier Mal im Jahr treffen wird, um die Schulentwicklung zu erörtern.

Diese Treffen sollen nichtöffentlich stattfinden, um bei den Diskussionen mehr in die Tiefe zu gehen. Dazu können dann auch Rektoren und Elternbeiräte eingeladen werden. Dies soll, so die Hoffnung des GEB, zu einer besseren Kooperation zwischen den Schulämtern, Eltern und Schulleitungen führen.

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