VS-Villingen Villinger Klebestreifen-Kunstwerk polarisiert ein letztes Mal

Das gelbe Klebestreifen-Kunstwerk von Mareike Drobny ist Vergangenheit. Ihr Bruder Lukas Drobny hat das viel diskutierte Bewegungsprofil zusammen mit Lukas Seeberger haben am Dienstag vom Boden abgekratzt. Mit Video!

Für einige Menschen ist es eine gute Nachricht, für Kunstliebhaber und Kinder eine schlechte: Das Klebestreifen-Kunstwerk auf dem Villinger Latschariplatz ist wieder weg. Während Gegner sich beim Bummeln nun nicht mehr an den gelben Linien stören müssen, fehlt Befürworten der tägliche Kunstgenuss. Kinder müssen in ihrem Bewegungsdrang wieder auf eigenen Laufwegen über das Villinger Pflaster flitzen.

Seit dem Aufbau am ersten Mai 2017 hat das Werk von Künstlerin Mareike Drobny aus Berlin für viele Diskussionen in der Doppelstadt gesorgt. Vor allem bei den Themen Haltbarkeit und Kosten gingen die Meinungen weit auseinander.

Bereits am Montag reisten nun Lukas Drobny, der Bruder der Künstlerin, und Lukas Seeberger an, um zu testen, wie sich die Klebestreifen am besten von der Straße ablösen lassen. Einfache Spachtel und Stechbeitel erwiesen sich als am effektivsten. Und so kratzten die beiden am Dienstag fünf Stunden lang viele Meter Spezialklebeband wieder vom Boden ab. Viel schneller als beim Aufbau, erinnert sich Lukas Drobny. Das habe einen ganzen Tag in Anspruch genommen.

Während der geplanten Aufräumaktion, die zum Gesamtpaket des Kunstprojektes zählte, wurde noch einmal deutlich, wie sehr dieses Werk polarisierte. Viele Menschen blieben interessiert stehen, um zu verfolgen, wie sich das mittlerweile gewohnte Villinger Stadtbild abermals veränderte. Einige Gegner teilten ihren Unmut über das Kunstwerk den beiden Männern mit deutlichen Worten mit. Die nahmen es jedoch gelassen und entsorgten kurz vor 14 Uhr die letzten gelben Streifen in großen blauen Müllsäcken.

 

Video-Interview mit Mareike Drobny

 

 

Video-Umfrage zum Kunstwerk

 

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