Villingen-Schwenningen Stadt will 55 Stellen mehr

Gemeinderat muss über Stellen entscheiden, Personal kostet ab 2018 65,77 Millionen Euro

Wenn es nach dem Willen der Stadt geht, sollen nächstes Jahr 55 neue Stellen geschaffen werden. Im Rahmen der Haushaltsverabschiedung am 12. Dezember müssen die Stadträte zuvor den Stellenplan genehmigen, der es in sich hat.

  • Die Kosten: Die Personalausgaben würden – wenn alle neuen Stellen genehmigt werden – auf 65,77 Millionen Euro steigen. 2017 lagen die Kosten bei 61,38 Millionen Euro und im Jahr zuvor bei 58,22 Millionen Euro. Im Stellenplan 2017 haben 1550 Mitarbeiter 983 Stellen besetzt. Die Differenz zwischen Stellen und Mitarbeitern rührt daher, so Madlen Falke von der Pressestelle der Stadt, dass viele Vollzeitstellen von mehreren Teilzeitkräften belegt sind. Für nächstes Jahr soll die Zahl der Stellen auf 1034 steigen, wieviel Mitarbeiter mehr dann bei der Stadt arbeiten ist erst klar, wenn die Stellen auch besetzt sind. Die Zahl der Mitarbeiter ist kontinuerlich seit 2013 – da waren es 1402 – gestiegen.
  • Schulen und Kindergärten: Die meisten Stellen, 27,5, beantragt das Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport in den Bereichen der Kindertagesbetreuung und Schulen. Grund seien die gestiegenen Kinderzahlen, gesetzliche Vorgaben oder Beschlüsse des Jugendhilfeausschusses, die umgesetzt werden müssten.
  • Obdachlosenheim: Das Bürgeramt möchte für das neue Obdachlosenheim eine Vollzeitstelle haben. Begründung: Die personelle Betreuung in der Notunterkunft sei derzeit völlig unzureichend und im Sinne der obdachlosen Menschen aus Sicht des Bürgeramtes nicht tragbar. Im Moment gibt es über die Sozialen Dienste der AWO nur einmal in der Woche für vier Stunden eine sozialpädagogische Beratung, ein städtischer Hausmeister ist vormittags im Haus.
  • Die Kultur: Das Kulturamt hätte gerne eine Stelle für Theaterpädagogik, Kommunikation und Social Media. Es müssten differenzierte inhaltliche Konzepte für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unterschiedlicher Herkunft entwickelt werden. Außerdem müsse das Projekt Tanzland betreut werden, für das die Stadt von der Kulturstiftung des Bundes 110 000 Euro erhält. Hier soll das Angebot an zeitgenössischen Tanzproduktionen in mittleren Städten gefördert werden.
  • Datenschutz: Ab 2018 muss die Stadt einen Datenschutzbeauftragten anstellen, bisher war das eine Bestimmung, die nicht umgesetzt werden musste, das ändert sich jetzt. Der europäische Gesetzgeber hat sich zudem entschieden, die Bußgelder für Datenschutzverstöße drastisch zu erhöhen.
  • Die Sitzung: Der Haushalt wird am Dienstag, 12. Dezember, ab 17 Uhr im Rahmen einer Gemeinderatssitzung in der Neuen Tonhalle verabschiedet. Dabei diskutieren die Räte auch über den Stellenplan.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Die leckersten Gins vom Bodensee und Schwarzwald
Neu aus diesem Ressort
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
VS-Obereschach
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren