Villingen-Schwenningen Schulwettbewerb: Schul-Währung motiviert Schüler

Das Projekt "MotZ" verbindet an der Carl-Orff-Schule gezielt Lernen und Erfahrung, die praktisch eingesetzt werden kann.

 Auch die Carl-Orff-Schule, Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum für geistige Entwicklung, nimmt am großen Schulwettbewerb teil. Das Projekt „MotZ“ steht für „Motivation und Zahlungsverkehr“. Es wurde entwickelt um Schüler einerseits zur Einhaltung und Übernahme von Aufgaben, Verabredungen und Verhaltensweisen zu motivieren, ihnen andererseits aber auch einen Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen.

Bei „MotZ“ geht es besonders um den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Dabei erhält jeder Schüler eine Karte, vergleichbar mit einer EC-Karte. In einem Vertrag handelt der betreffende Lehrer mit einem Schüler ein Lernziel aus, beispielsweise die zuverlässige Erledigung von Hausaufgaben. Gelingt dies dem Schüler, werden im Punkte in Form einer schuleigenen Währung auf seine personalisierte Karte geladen. Ihren Kontostand können die Schüler jederzeit selbstständig am schuleigenen Kartenterminal abfragen und mit ihrer Karte reale Gegenwerte am Schulkiosk erwerben.

Schüler und Lehrer profitierten gleichermaßen von diesem Projekt: So haben Lehrer ein einheitliches Belohnungssystem an der Hand, mit dem sie Schüler mit immer wieder neu geschlossenen Verträgen zu Aufgaben, Verabredungen und Verhaltensweisen motivieren können. Die Schüler hingegen bekommen durch ausschließlich belohnende und nicht sanktionierende Bewertungen permanent positive und wertschätzende Rückmeldungen ihres Verhaltens. Darüber hinaus erlernen sie die Möglichkeiten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und werden somit nachhaltig auf ein selbstständiges Leben in der Gesellschaft vorbereitet. Um das Projekt zu finanzieren nimmt die Carl-Orff-Schule am großen Schulwettbewerb von SÜDKURIER und Sparkasse Schwarzwald-Baar teil.

Die Carl-Orff-Schule liegt im Stadtteil Villingen, nicht weit entfernt von der Innenstadt. Der Träger der Schule ist der Schwarzwald-Baar-Kreis. Die Schule ist von einem großzügigen Außengelände mit integrierter Fahrradübungsstraße umgeben und wird derzeit von rund 90 Schülerinnen und Schülern zwischen sechs und 20 Jahren besucht. In einer eigenen Schulküche wird dort täglich frisches Mittagessen für etwa 100 Personen zubereitet. In der Carl-Orff-Schule arbeiten verschiedenste Berufsgruppen. Von Sonderschul- und Fahrlehrerinnen und -lehrern über Krankenschwestern und einer Hauswirtschaftsleiterin bis hin zu Freiwilligen und Auszubildenden kümmern sich viele Personen um das Wohlergehen der Schüler.

Das Projekt „MotZ“ ist ein weiterer Schritt in Richtung Autonomie der Schüler. Sie selbst sind dafür verantwortlich, ob sie ihre mit ihren Lehrern ausgehandelten Verträge erfüllen und dafür Punkte erhalten, können jedoch auch selbst entscheiden, wofür sie diese ausgeben. Und langfristig ist das Projekt auch angelegt.

 

Die Schule

Neben der täglichen Arbeit, die die Lehrerinnen und Lehrer an der Carl-Orff Schule leisten, einem sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, bemüht sich das Kollegium verstärkt um neue Wege der Berufsvorbereitung für die Schüler. Zudem ist ein Prozess implementiert, Ideen rund um die Schulentwicklung voran zu bringen und in den Alltag einzubinden. Dabei wird großer Wert auf die Zusammenarbeit mit Eltern und außerschulischen Partnern gelegt. (nt)

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