Villingen-Schwenningen SÜDKURIER öffnet Türen im Whisky-Lagerhaus von Wein-Riegger in VS-Villingen

Einen spannenden Einblick bekamen die Teilnehmer bei einer exklusiven SÜDKURIER öffnet Türen-Führung durch den Whisky-Lagerraum von Wein-Riegger in VS-Villingen. Whisky-Experte Uwe Lauinger weihte die 20 Leser in das Geheimnis des Lagerhauses und in die Faszination Whisky ein. Mit Bildergalerie!

VS-Villingen – Hinter einer von außen eher unscheinbaren Betonfassade und hinter schweren Stahltüren verbirgt sich etwas, das die Herzen von Whiskyliebhabern höherschlagen lässt. In dem in den Berg gebauten Lagerhaus lagern feinste, überwiegend schottische, aber auch irische Destillate in großen, meist alten Fässern. Als „klein, aber fein und wie es in Deutschland kein zweites gibt“ bezeichnet Uwe Lauinger das Zolllager.

Wobei „klein“ eher subjektiv ist. Wenn das Lagerhaus voll bestückt ist, lagern hier zwischen 600 und 700 Fässer, gefüllt mit hochprozentigen Destillaten. Dieser Inhalt wartet darauf, in Flaschen abgefüllt und verkauft zu werden. „Im Prinzip wird der Whisky so, wie er ist, in Flaschen abgefüllt“, erklärt Lauinger, der das Weinhaus gemeinsam mit seinem Bruder Olaf in vierter Generation führt.

Das Geheimnis steckt allerdings im richtigen Zeitpunkt. Denn der Whisky reift in den Fässern erst zu einem Genussmittel heran und zieht während seiner mehrjährigen Lagerzeit Aromastoffe aus den Fässern heraus. Diese Aromastoffe verleihen dem Whisky später seinen typischen Geschmack. Je nachdem, ob die Fässer neu sind oder ob darin bereits Wein oder Portwein gelagert wurde, bekommt der Whisky so auch seine Farbe. Den richtigen Zeitpunkt abzupassen, wann das Destillat „reif“ ist, ist die hohe Kunst, die die Lauingers in den vergangenen Jahren perfektioniert haben. Mit ihrer „Riegger’s Selection“ kreieren sie darüber hinaus eigene Variationen, indem sie Destillate aus verschiedenen Fässern miteinander „vermählen“. So kreieren sie neue und einzigartige Geschmacksnuancen, die wiederum die Gaumen der Whiskykenner in höchste Verzückung versetzen.

Da sich während des mehrere Jahre dauernden Reifeprozesses ein Teil des hochprozentigen Inhalts im wahrsten Sinne des Wortes verflüchtigt, stehen die Fässer im Lagerhaus unter der Beobachtung des Zolls, so dass erst nach Ablauf einer bestimmten Frist die im Fass verbleibende Menge mit der Alkoholsteuer belegt wird und der Inhalt des Fasses erst danach verwendet werden darf.

Nach dem die Gäste viel Theoretisches zum Ausbau von Whisky erfahren haben, trat Uwe Lauinger den Beweis an, wie Whisky schmeckt, der durch die Hände, beziehungsweise durch die Fässer der Whisky-Experten aus dem Schwarzwald gegangen ist. Bei einer Verkostung im exklusiven Bereich durften die Gäste verschiedene Whiskysorten sowie Rum probieren.

Die karamellfarbene Flüssigkeit im Glas schwenkend, genossen die Teilnehmer das Geschmackserlebnis. Um seinen persönlichen Favoriten unter den unzähligen Whisky- oder Rumsorten zu entdecken, gibt es übrigens nur einen einzigen Weg. „Man muss probieren“, gab Lauinger den SÜDKURIER-Gästen mit dem gälischen Trinkspruch „sláinte mhaith“ (slanschewaa) auf den Weg.

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