Villingen-Schwenningen Rummel soll künftig aufs Schwenninger Messegelände

Viel Zustimmung im Technischen Ausschuss für diesen Vorschlag von Baubürgermeister Detlev Bührer. Zu viele Nachteile beim ehemaligen Familienpark

Der Vorschlag, die Jahrmärkte von Villingen und Schwenningen künftig auf dem Messegelände in Schwenningen abzuhalten, ist bei den Gemeinderäten im Technischen Ausschuss auf überraschend große Zustimmung gestoßen. Hier geht es um die Fahrgeschäfte der Schausteller, die ihren Rummel bisher auf dem BSV-Parkplatz in Schwenningen und zuletzt auf dem Friedengrund in Villingen abgehalten haben.

Ins Rollen gebracht hat die Diskussion die Fraktion der Freien Wähler, die vor einigen Wochen beantragten, die Stadt möge endlich einen attraktiven Standort für die Jahrmärkte schaffen. Vorgeschlagen wurde der Standort des ehemaligen Familienfreizeitparks am Klosterhof. Die Stadt hat diese Gelände geprüft, allerdings mit negativem Ergebnis. Die Flächen dafür seien begrenzt, die Investitionskosten zu hoch und die Zahl der Parkplätze beschränkt, berichtete Baubürgermeister Detlev Bührer.

Er selbst, so Bührer habe daraufhin den Vorschlag unterbreitet, die Jahrmärkte auf dem Schwenninger Messegelände abzuhalten. "Dort sind alle technischen Voraussetzunge vorhanden", stellte er fest. Außerdem gebe es ausreichend Parkplätze. Die Messegesellschaft habe sich bereit erklärt, diese Idee gemeinsam mit der Stadt im Detail zu prüfen. Größtes Problem könnte das Thema Lärmbelästigung für die anliegenden Wohngebiete wie die Frühlingshalde sein. Bührer schlug daher vor, die Jahrmärkte nur bis 22 Uhr zu öffnen. Sein Befund: "Das ist alles lösbar." Er sei sich sicher, dass dort ein viel größeres und attraktives Angebot an Fahrgeschäften möglich wird als an den bisherigen Standorten, "Wir bekommen einen Jahrmarkt, der eines Oberzentrums würdig ist."

Mit seinen Ausführungen stieß Bührer auf viel Zustimmung bei den Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und FDP. Auch die Freien Wähler erkannten die Vorteile dieser Lösung an. Allerdings wies Ernst Reiser auf die Lärmproblematik für die Anwohner hin. Außerdem sei der Platz nicht sehr zentral, sondern befinde sich am "äußeren Ende der Gesamtstadt". Einzig Bernd Hezel (CDU) wandte sich mit mehreren Einwänden gegen den Vorschlag. Er betonte, dass jeder große Stadtbezirk einen eigenen Rummelplatz haben sollte, um besser für Kinder und Jugendliche erreichbar zu sein. Er brachte das alte Tonhallengelände oder den Güterbahnhofbereich in Villingen ins Gespräch.

Damit stand er allerdings allein auf weiter Flur. Der Ausschuss stimmte bei nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung dem Vorschlag zu, dass auf dem Messegelände 2018 zunächst probeweise große Jahrmärkte durchgeführt werden sollen, sofern Prüfung positiv ausfällt und die Messegesellschaft zustimmt. Auch der Gemeinderat muss noch zustimmen.

 

Ihre Meinung ist uns wichtig
Außergewöhnliche Geschenkideen für Ihre Liebsten
Neu aus diesem Ressort
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
VS-Villingen
Villingen-Schwenningen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren