VS-Obereschach Obereschacher Ortschaftsrat will Straße auf Sportgelände sperren

Das Obereschacher Gremium setzt auf Sicherheit: Die alte Schranken-Lösung für den beliebten Schleichweg zwischen der Gehrenstraße und der Kreisstraße 5716 ist jetzt nicht mehr tragbar.

Eine schwierige Entscheidung hatte der Ortschaftsrat in seiner letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel zu fällen. Das Gremium befasste sich mit der Sperrung der Durchgangsstraße zwischen der Gehrenstraße und der Kreisstraße 5716 in Richtung Mönchweiler, die mitten durch das Sportgelände führt.

Hintergrund für diese Maßnahme ist der Umstand, dass zwischen der Landesstraße 178 in Richtung Villingen und der Kreisstraße 5716 in Richtung Mönchweiler eine schmale Durchgangsstraße verläuft. Diese geht quer durch das Sportgelände und wird von Verkehrsteilnehmern benutzt, die morgens von Mönchweiler kommen und Schwenningen oder die Firma Continental in Villingen ansteuern und abends wieder zurückfahren.

Nach einer verkehrsrechtlichen Anordnung von 1990 wurde in der Mitte des Sportgeländes eine Schranke errichtet, welche zum Schutz der Kinder und Jugendlichen bei Trainings- oder Spielbetrieb durch Verantwortliche des SV Obereschach geschlossen und anschließend wieder geöffnet werden durfte. Dies ist so nicht mehr tragbar.

Deshalb befasste sich der Ortschaftsrat schon seit Monaten mit diesem Problem, um eine tragbare Lösung zu finden. Denn wenn die Straße als solche entwidmet wird, muss die Augenmoosstraße den Verkehr, der bisher um den Ort herum geführt werden konnte, aufnehmen, worüber die Anwohner natürlich nicht erfreut sind. Genau so wenig erfreut sind die Landwirte, die gerne diese Straße zu ihren Feldern benutzt haben, aber zähneknirschend eine Sperrung in Kauf nehmen.

In Informationsveranstaltungen des Ortschaftsrates wurde dieses Problem schon diskutiert. Mögliche Lösungsvorschläge reichten bis zur Verlegung des Sportplatzes oder zum Bau einer Umgehungsstraße. Aus Kostengründen sind diese nicht zu realisieren. „Trotz langer Überlegung gibt es für das Gremium nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Straße als Durchgangsstraße so zu belassen wie sie ist, ohne Schranke mit allen Gefahren, oder sie für den Durchgangsverkehr zu sperren“, so Ortsvorsteher Klaus Martin.

Bei einer Enthaltung stimmte das Gremium für eine Entwidmung der Straße. Das bedeutet, dass diese Entscheidung des Ortschaftsrates nun an den Technischen Ausschuss bei der Stadt geht. Falls dieser sich dem Entschluss des Ortschaftsrates anschließen kann, muss die öffentlich bekannt gemacht werden und die Bürger haben dann drei Monate Zeit, Einwendungen vorzutragen. Danach wird sich der Technische Ausschuss mit diesen beschäftigen und falls sie zurückgewiesen werden, der Schließung zustimmen. Dies muss wieder öffentlich bekannt gemacht werden. Gegen diesen Beschluss kann dann binnen eines Monats Widerspruch eingelegt werden.

So ist damit zu rechnen, dass sich das Verfahren bis zum August nächsten Jahres hinziehen wird. Noch nicht geklärt ist, wie bis dahin verfahren wird und wie zukünftig eine Sperrung aussehen könnte.

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