Villingen-Schwenningen Landrat fordert mehr Polizei für Villingen-Schwenningen

Sven Hinterseh (CDU) kritisiert die Folgen der Polizeireform von 2012. Eine intensive Zusammenarbeit von Kreis und Polizei sei nicht mehr möglich. Das Tuttlinger Polizeipräsidium sei zu weit weg.

Mehr Polizei in Villingen-Schwenningen fordert Landrat Sven Hinterseh (CDU). Das Tuttlinger Polizeipräsidium sei zu weit entfernt und für einen zu großen Einzugsbereich zuständig. "Die Polizei muss wieder näher an die Landkreise heranrücken", ergänzte Hinterseh im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Hinterseh formuliert diese Erwartungen an die Adresse des Landes. Das Innenministerium hat jetzt eine Prüfung der 2012 gestarteten Polizeireform eingeleitet. Hinterseh konkretisiert seine Wünsche mit vorsichtig ausgedrückter Hoffnung auf Verbesserungen. Früher, so der Schwarzwald-Baar-Landrat, sei die Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Leiter sehr gut gewesen, erinnert Hinterseh. Heute sei die Zusammenarbeit "immer noch gut", formuliert er weiter. "Für eine intensive Zusammenarbeit muss die Polizei ganz eng bei den Kreisen sein", sagt er. Dies sei "in der großen Organisation wie jetzt von Tuttlingen aus nicht mehr möglich", stellt er weiter fest. Villingen-Schwenningen sei "als Oberzentrum bei der Polizeireform nicht ausreichend abgebildet", so der Landrat weiter. "Es muss mehr Kräfte direkt in Villingen-Schwenningen geben", präzisiert er.

Die Überprüfung der Polizeireform hat jetzt Innenminister Thomas Strobl (CDU) einleiten lassen. Strobl hat dabei gesperrte Gelder für polizeiliche Neubauten auch in Tuttlingen freigeben lassen. Auch deshalb sagt Landrat Hinterseh: "Man darf jetzt keine zweite Polizeireform erwarten." Hinterseh macht aus seinem Unverständnis über die Auswirkungen der neu zugeschnittenen Polizeidistrikte aber keinen Hehl. Es sei 2012 vom Ministerium argumentiert worden, dass die Entscheidung über den Präsidiums-Standort pro Tuttlingen auch deshalb gefallen sei, weil es damals geheißen habe, dort müsse nicht neu für die Polizei gebaut werden. "Und nun wird doch gebaut", kritisiert er. Er habe dagegen schon 2012 beim damaligen Innenminister Gall (SPD) protestiert. VS-Oberbürgermeister Kubon (SPD) muss sich seit 2012 den Vorwurf gefallen lassen, er habe das Polizeipräsidium widerstandslos nach Tuttlingen abgegeben.
 

Landrat Sven Hinterseh.
Landrat Sven Hinterseh. | Bild: Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis

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