Villingen-Schwenningen Kunstinstallation in der Klosterkirche St. Ursula

In der Klosterkirche St. Ursula finden wieder Trauermetten statt. Verhüllung des Altars mit Baufolie und 16 Aquarellen von Axel Heil.

In der Klosterkirche St. Ursula sieht es aus wie auf einer Baustelle: Vor dem Altar stehen hohe Holzleisten, an denen Baufolie angebracht ist, davor eine Leiter. Axel Heil und Markus Kreutz, beide Lehrer an St. Ursula, sind dabei, den Alter für zwei geplante Trauermetten an Karfreitag und Karsamstag, zu verhüllen. Dies geschieht schrittweise durch eine Installation mit 16 von Axel Heil gemalten Aquarellen. Nach dem großen Erfolg der 2017 erstmals durchgeführten Trauermetten in der Klosterkirche gibt es eine Neuauflage mit einem anderen Konzept. Eine Inspiration für das diesjährige Motto "Wie liegt die Stadt so wüst" seien die Bauarbeiten in der St. Ursula-Schule gewesen, wo immer umgebaut wird. Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen von Musiklehrer Matthias Eschbach.

Der Altar in der Klosterkirche wird schrittweise verhüllt: "Das was nicht da ist, wird einem bewusster", erläutert der Künstler Axel Heil, der die Trauermetten auch im vergangenen Jahr mitgestaltet hat. Hinter durchsichtig-milchiger Baufolie verschwindet der Alter, zu sehen sind 16 eindrucksvolle Aquarelle Heils, ein Meter breit, zweit Meter hoch, die Altarfragmente, in violett gemalt, zeigen. "Violett ist die liturgische Farbe für diesen Zeitraum", so Heil. Die Bilder sind mit Wachs beschichtet und gebügelt. Das Licht scheint durch diese transparenten Kunstwerke: "Das wir sicher eine ganz besondere Wirkung haben", freut sich Markus Kreutz.

Die Trauermetten ranken sich musikalisch um eine Motette von Rudolf Mauersberger "Wie ist die Stadt so wüst", die er unter den Eindrücken der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg nach Texten aus den Klageliedern Jeremias für den Dresdner Kreuzchor komponiert hat. Waren letztes Jahr die Trauermetten in die Bereiche Musik, Kunst und Text aufgeteilt, sind diesse Jahr alle Themen in den beiden Trauermetten vereint.

Den verhüllten Altar können Besucher schon vor den Trauermetten, am Tag der offenen Tür der St. Ursula-Schule am 2. März, anschauen. Was am Karsamstag mit der Installation passiert, bleibt noch ein Geheimnis.

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