Villingen-Schwenningen Jetzt kann sie jeder sehen: Im Depot der Galerie lagern echte Schätze

Die Städtische Galerie zeigt Schenkungen in einer neuen Ausstellung. Was überrascht: Nicht alle geschenkte Kunst findet ihren Platz im Depot. Grund sind die beschränkten Lagerkapazitäten. Wendelin Renn spricht von einem Provisorium.

Sammeln, bewahren, erforschen, ausstellen und vermitteln von Bildender Kunst – unter diesem Motto steht eine Ausstellung der Städtischen Kunstgalerie. Diese zeigt vom 18. Februar bis 22. April im Lovis-Kabinett einen repräsentativen Querschnitt der Bilder und der weiteren Kunstgegenstände, die im Depot der Städtischen Galerie lagern.

„Geschenkt – genommen“, lautet der Titel dieser Ausstellung von insgesamt 136 Bildern, Skulpturen, neun Licht-Kunstwerken, und einer Video-Arbeit, die in den vergangenen Jahren als Dauerleihgabe, als Schenkung oder aus Vermächtnissen für die Kunstsammlung angenommen wurden.

Neun ausgesuchte Licht-Kunstwerke sind in einem abgedunkelten Raum zu sehen.
Neun ausgesuchte Licht-Kunstwerke sind in einem abgedunkelten Raum zu sehen.

Zwar sei die Ausstellung durchaus repräsentativ, erläutert Galerieleiter Wendelin Renn, der, vor seinem Wechsel in den Ruhestand noch drei Ausstellungen organisiert. Trotzdem umfasse sie nur knapp ein Zehntel der gesamten Sammlung, die zu einem Großteil im Depot lagere.

„In den letzten Jahren hätten wir hunderte Bilder oder auch viele Skulpturen als Schenkung für die Kunstsammlung der Städtischen Galerie annehmen können“, bedauert der Galerieleiter und beklagt, dass das Depot bisher immer noch ein Provisorium sei. Eigentlich müsse seit Jahren ein professionellen Ansprüchen genügendes Depot her, um die gesammelten Schätze sicher und schadenfrei aufbewahren zu können, findet Wendelin Renn. Er kritisiert, dass dafür augenscheinlich kein Geld übrig sei.

So habe man die städtische Sammlungs-Konzeption klar begrenzt, sagt Renn. Nur wenn ein Kunstwerk die bereits vorhandenen Sammlungs-Konvolute sinnvoll ergänzt, nur dann könne es Eigentum der Städtischen Galerie werden. „Bei einem Rembrandt oder van Gogh bestätigt die Ausnahme natürlich die Regel“, räumt Wendelin Renn humorvoll ein.

<strong>geschenkt – genommen</strong> – Schwenningen, Städtische Galerie, Mi, 04.04.: Sammeln, Bewahren, Erforschen, Ausstellen und Vermitteln von Bildender Kunst – unter diesem Motto zeigt eine Ausstellung der Städtischen Kunstgalerie bis 22. April einen repräsentativen Querschnitt der Bilder und weiteren Kunstgegenstände, die im Depot der Städtischen Galerie lagern.
geschenkt – genommen – Schwenningen, Städtische Galerie, Mi, 04.04.: Sammeln, Bewahren, Erforschen, Ausstellen und Vermitteln von Bildender Kunst – unter diesem Motto zeigt eine Ausstellung der Städtischen Kunstgalerie bis 22. April einen repräsentativen Querschnitt der Bilder und weiteren Kunstgegenstände, die im Depot der Städtischen Galerie lagern. | Bild: Rüdiger Fein

Die Ausstellung „Geschenkt – genommen“ gibt einen Einblick in den Bilderschatz der Kunstsammlung der Städtischen Galerie und vermittelt zugleich, was Künstlerinnen und Künstler vom 19. bis ins 21. Jahrhundert mit ihrer Kunst schaffen: einen Gedächtnisspeicher mit der Sprache der Kunst, welcher die Werte, die Vorstellungen und das ästhetische Empfinden der jeweiligen Zeit dokumentiert.

Zur Eröffnung am Samstag, 17. Februar, um 17 Uhr begrüßt Oberbürgermeister Rupert Kubon die Gäste. Uwe Degreif vom Braith-Mali-Museum in Biberach thematisiert in seiner Einführung Aspekte des Sammelns von Kunst im kommunalen Kontext.

 

Galeriegespräch

Öffentliche Führung und Galeriegespräch mit Kunsthistorikerin Anja Rudolf ist am Sonntag, 25. Februar, um 11 Uhr. Eintritt: frei; Führung: ein Euro.

 

Ihre Meinung ist uns wichtig
☀ Einzigartige Sonnenstücke vom See ☀
Neu aus diesem Ressort
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
Die besten Themen