Villingen-Schwenningen Hüpfen fürs Herz ist jetzt in

Die Deutsche Herzstiftung unterstützt ein Projekt, das das gute alte Seilhüpfen zurück an die Schulen bringt.

Hoch erfreut zeigt sich die Schulleiterin der Schwenninger Neckarschule, Fenke Härtel, anlässlich der Zusage für das Projekt Skipping Hearts, übersetzt: hüpfende Herzen. Kinder können hier das sogenannte Rope Skipping erlernen."Wir wurden per E-Mail angeschrieben und haben uns per Antwort gleich für die Teilnahme beworben. Prompt konnten auch schon 30 Schüler von uns teilnehmen", sagt Härtel. Rope Skipping, das ist die sportliche Variante des Seilspringens und wird als Präventionsprojekt der Deutschen Herzstiftung für Schulen in zahlreichen Bundesländern angeboten. Die Neckarschule hat erstmals an dem Projekt teilgenommen.

Zu früheren Zeiten war es kein seltenes Bild auf Hinterhöfen oder Spielplätzen bundesweit: Kinder amüsierten sich in Gemeinschaft beim Seilspringen. In spielerischer Manier und selbstvergessenen Art wurden so ganz selbstverständlich Muskeln trainiert, die Kondition geschult und vor allem Prävention gegen Herz- und Kreislauferkrankungen im Alter betrieben – was natürlich mit acht Jahren niemand weiß; Hauptsache, es macht Spaß. Und heute? Sportlehrerin Martina Bittorf von der Neckarschule reflektiert ihren Unterrichtsalltag: "Mit dem bloßen Auge sehe ich heute im Sportunterricht, wie es an Grundelementen der körperlichen Wendigkeit und Beweglichkeit bei vielen Kindern doch sehr mangelt." Schon bei den ersten Sprungversuchen wird klar: Körperbewusstsein oder Körperwahrnehmung in Bewegung sowie ein wesentliches Gefühl für Rhythmik, etwa im Zusammenspiel mit Musik, sind teilweise ein Fremdwort. Umso mehr freut sich Bittorf über den Ehrgeiz einiger Zöglinge: "Ein Mädchen, dass sich beispielsweise im Sportunterricht schwer tut, wollte voller Begeisterung teilnehmen. Wir sind dankbar für den Einsatz der externen Übungsleiter hier."

Eben jene Übungsleiter werden von der Deutschen Herzstiftung – für die benachbarten Landkreise ist auch Vera Sulzmann aus Bräunlingen zuständig – in die Sporthallen der Schulen geschickt. Etwa zwei Stunden dauert der Basis-Workshop. 30 Kinder konnten maximal teilnehmen, für die Neckarschule ein zu eng geschnürtes Paket, so sagt Schulleiterin Härtel: "Weit mehr unserer Drittklässler wollten teilnehmen. Wir mussten dann Kompromiss bei gleicher Anzahl von Jungen und Mädchen schließen." Wenn auch nicht alle zum Zuge kamen und die Hüpfseile sich gelegentlich zwischen den Beinen verhedderten, zu sehen gab es durchwegs lachende Kindergesichter und gerührte Eltern.

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