Villingen-Schwenningen Hoptbühl-Sportplatz: Rektorin fordert Gemeinderat zum Handeln auf

Schul-Sportanlage sollte Vorrang vor Curlingbahn haben, findet die Schulleiterin. Stadtrat Dirk Caroli verwundert über die Grünen

Der Vorstoß von Stadtrat Joachim von Mirbach (Grüne), die Stadt möge Vollgas geben, um den maroden Schulsportplatz am Hoptbühl-Gymnasium zu sanieren, hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Verwundert äußerte sich Stadtrat Dirk Caroli (FDP), dass ausgerechnet der Grünen-Fraktionschef in dieser Weise vorprescht. Simone Duelli-Meßmer, die Schulleiterin des Hoptbühl-Gymnasiums, findet dagegen klare Worte an die Adresse des Gemeinderates: "Wir fordern die Instandsetzung des Platzes dergestalt, das dort tatsächlich Sportunterricht durchgeführt werden kann."

Im Mai 2017 wurde der gesamte Leichtathletik-Außenbereich der Schule aus Sicherheitsgründen dicht gemacht: Verletzungsgefahr für die Schüler. Bei der jüngsten Ortsbesichtigung des Platzes durch den Gemeinderat wurden den Stadträten rund 600 Unterschriften der Eltern übergeben. Diese verlangen eine schnelle Behebung der Schäden, um den Sportunterricht sicherzustellen. Nach dem jahrelang die von der Schulleitung beantragten Sanierungsmittel von der Stadtverwaltung gestrichen und die Verantwortlichen mit dem Hinweis auf den Schulentwicklungsplan vertröstet wurden, hofft die Rektorin endlich auf Taten, wenn sich ab nächster Woche die Gemeinderatsgremien mit den Sportplätzen beschäftigen. "Ich hoffe, dass der Gemeinderat, bevor er mit einem Nachtragshaushalt eine Curlingbahn saniert, unsere Schule in die Lage versetzt, ihren Unterricht ordentlich durchführen zu können."

Verwundert äußerte sich Stadtrat Dirk Caroli über den Vorstoß seines Kollegen von Mirbach. Der hatte, wie berichtet, ein weiteres Warten auf ein Gutachten über die Sportanlagen in Villingen abgelehnt und die schleunigste Sanierung der Hoptbühl-Anlage gefordert. Caroli gibt von Mirbach zwar in der Sache Recht. Er kritisiert aber, es seien ja auch die Grünen gewesen, die mit Vehemenz das zusätzliche Gutachten über die Sportplätze gefordert hätten. Darin sieht der FDP-Mann eine klare Inkonsequenz. Er selbst habe damals gefordert, erst einmal den vorhandenen Sportentwicklungsplan aus dem Jahre 2014 umzusetzen, bevor man neue Gutachten beauftragt. In diesem Plan sei der Zustand der Sportstätten in VS umfassend analysiert werden. Die Hoptbühl-Anlage sei schon 2014 mit dem höchsten Sanierungsbedarf und als nicht mehr nutzbar beurteilt worden. "Das alles liegt schon vor", beklagt Caroli. Es wurde nur nichts umgesetzt.

 

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