Villingen-Schwenningen Grundsatzdebatte um Einfluss der Erdogan-Regierung: Türkisch bleibt kostenfrei

Nutzungsentgelte für Schulräume werden neu festgelegt. Diskussion im Kultur- und Verwaltungsausschuss in Villingen-Schwenningen

Schnell glitt die Debatte um neue Nutzungsentgelte für Schulräume ins Grundsätzliche ab. Thematisiert wurde das Problemfeld im Kultur- und Verwaltungsausschuss in Villingen-Schwenningen. Der muttersprachliche, über die türkischen Konsulate organisierte Unterricht ist CDU-Stadtrat Gunther Dreher ein Dorn im Auge. Da es nicht nur um Sprache geht, sondern der Unterricht von einem System gesteuert werde, hinter dem der türkische Präsident Erdogan stehe, sei dies kritisch zu hinterfragen, vor allem wenn es um Themen gehe, die nicht mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung zu vereinbaren seien. Eine Abgrenzung gegenüber dem muttersprachlichen Unterricht anderer Nationen festzustellen, sei schwierig, sagte Oberbürgermeister Rupert Kubon. Der Konsulatsunterricht ist also auch künftig in Ordnung. Mögliche Indoktrinationen zu kontrollieren, könne nicht Aufgabe einer Kommune sein, betonte Joachim von Mirbach (Grüne).

Wie die Musikakademie zu behandeln sei, war ein weiteres Thema. Die Einrichtung benötigt immer mehr Schulräume. Sollte dies im Rahmen von Unterrichtsveranstaltungen für Schulen der Fall sein, bleiben die Räume kostenfrei. Wenn die Akademie aber quasi als Musikschule agiert, müsse sie Nutzungsentgelte zahlen – das sind künftig 19 Euro pro Stunde und Raum. Hier soll die Akademie nicht besser als die privaten Musikschulen gestellt werden. Die Volkshochschule wird auch künftig nichts zahlen müssen, wenn der Gemeinderat es endgültig beschließt.

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