Villingen-Schwenningen Glonkis sind für Fastnacht gerüstet – erstmals Frauen im großen Rat

Villinger lassen das weibliche Geschlecht mitreden. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei vielen anderen Narrenvereinen

Jetzt sind auch die Glonkis in der politischen Wirklichkeit angekommen – erstmals gibt es drei Frauen im großen Rat. Miriam Uhrig, seit Jahren zuständig für Bühnenmalerei und den Narrenspiegel, Carmen Tadday, sie organisiert das Fasnetstüble, und Christa Kunzelmann als leitende Schreiberin des Narrenspiegels dürfen künftig nicht nur für den Verein arbeiten, sondern jetzt auch offiziell mitreden. Überhaupt war der Abend am 11. November geprägt von den Wahlen, die Stadtrat Bertold Ummenhofer als Vertreter des Oberbürgermeisters souverän leitete.

Wie zu erwarten wurden Glonkivatter Günther Reichenberger und die Vorstandmitglieder Arwed Dammert, Frank Zimmermann und Barbara Preisinger in ihren Ämtern bestätigt und für den aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Griffelspitzer Marcus Scheithauer wurde Holger Bögelsack-Singler als sein Nachfolger bestimmt. Neben den drei Damen gibt es mit Jens Böhm und Patrick Beikirch im großen Rat zwei weitere neue Gesichter und zu Aspiranten gekürt wurden Vanessa Rieder und Harald Kiefer. Neu im Elferrat ist Michael Reichenberger, der Neffe des amtierenden Glonkivatters.

Knapp 2000 Miglieder

Bei den anschließenden Ehrungen hatte Glonkivatter Reichenberger alle Hände voll zu tun. In acht verschiedenen Kategorien galt es 103 Mitglieder für ihr mehr oder weniger langes Engagement zu ehren. Zusätzlich wurden Jochen Munz zum Ehrenrat und Marcus Scheithauer zum Ehrengriffelspitzer ernannt. Aktuell kann sich die Glonki-Gilde über 1969 Mitglieder freuen und was die Kassenlage anbelangt, die Barbara Preisinger in ihrem engagierten Bericht vorstellte, können die Glonkis trotz Investitionen in Hallenumbau und Toilettensanierung zufrieden sein. So blieb auch Geld für verschiedene Aktivitäten übrig wie beispielsweise ein erfolgreich abgelaufenes Jugendzeltlager. Gerne blicken die Glonkis auch auf das Treffen der Zähringerstädte anlässlich der 1200-Jahrfeier zurück.

Für die nächste Hauptversammlung steht bei den Glonkis jetzt eine Satzungsänderung ins Haus. Da die Satzung bisher noch keine weiblichen Titel der Funktionsträger vorsieht, wolle man dies ändern. Dass es aber irgendwann einen weiblichen Glonkivatter geben wird, sehe er eher skeptisch, meinte der amtierende Glonkivatter Günther Reichenberger.

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