Villingen-Schwenningen Gemeinderat sagt Nein zu Stolpersteinen

In Villingen-Schwenningen wird es keine Stolpersteine geben: Der Gemeinderat hat diese Form des Gedenkens an die Judenverfolgung im Dritten Reich erneut abgelehnt, und zwar mit 18:16 Stimmen bei zwei Enthaltungen.

Das Thema Stolpersteine hatte in der letzten Woche in der Öffentlichkeit und in den Leserbriefspalten des SÜDKURIER große Wellen geschlagen.

Auslöser war die Ablehnung der Gedenkaktion zunächst durch den Verwaltungsausschuss des Gemeinderates. Die Ablehnung ging vorige Woche mit sieben gegen sechs Stimmen knapp aus. Gerade eben hat der Gemeinderat die Stolpersteine mit 18:16 Stimmen erneut und damit endgültig abgelehnt, bei zwei Enthaltungen.


Mehrheitlich die Fraktionen von CDU und Freien Wählern blieben bis auf wenige Abweichler bei ihrem Nein. Freie Wähler und insbesondere die CDU waren in den vergangenen Tagen wegen ihrer ablehnenden Haltung mit einem Sturm der Empörung konfrontiert worden, zumal sie schon 2004 die Aktion im Gemeinderat torpediert hatten.

Im Lager der Befürworter standen die Stadträte der SPD, der Grünen und auch der FDP. Vertreter der örtlichen Kirchen, die die Abstimmung beantragt hatten, hatten heute, Mittwochabend, im Gemeinderat Argumente für die „Stolpersteine“ vorgetragen.


Folgende Gemeinderäte haben am heutigen Mittwochabend gegen die Stolpersteine gestimmt: Wolfgang Berweck, Erich Bißwurm, Helga Eilts, Werner Ettwein, Henning Lichte, Ernst Reiser, Erich Schlenker, Berthold Ummenhofer (alle Freie Wähler), Renate Breuning, Friedrich Bettecken, Hansjörg Heinichen, Bernd Hezel, Helmut Hils, Karin Huy, Klaus Martin, Michael Rothfelder, Dietmar Wildi (alle CDU), Jürgen Schützinger (Deutsche Liga für Volk und Heimat).

Für die Aktion Stolpersteine waren: Katharina Hirt, Jürgen Jauch (beide CDU), Renate Gravenstein, Siegfried Heinzmann, Heinz Lörcher, Edgar Schurr, Bernd Schenkel, Silvia Wölfle (alle SPD), Cornelia Kunkis-Becker, Joachim von Mirbach, Helga Baur, Elif Cangür, Hartmut Hauser (alle Bündnis 90/Grüne)Ulrike Heggen (Freie Wähler), Jürgen Schnekenburger (FDP) sowie Oberbürgermeister Kubon. Enthalten haben sich Jörg Biermann (Freie Wähler) und Dirk Sautter (CDU).

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