Villingen-Schwenningen Ersthelfer stellen sich vor

Helfer vor Ort machen sich bei Bürgern bekannt. Pfaffenweiler hofft auf ein eigenes Fahrzeug.

Seit Juni stehen auch in Pfaffenweiler und Herzogenweiler Helfer vor Ort rund um die Uhr bereit, um sofort zur Stelle zu sein, wenn Menschen, denen es plötzlich schlecht geht, anrufen und Hilfe suchen. Am Dienstagabend stellte sich das Team rund 25 interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Foyer der Schule vor. Sven Nickolmann, Rettungssanitäter im Ehrenamt, der die Ersthelfer vor Ort in Weilersbach gründete und maßgeblich an der Gründung der Ersthelfer von Pfaffenweiler/Herzogenweiler beteiligt war, stellte die Helfer vor und erläuterte, was sie tun dürfen, bis Notarzt oder Rettungswagen eintreffen.

Auch Martin Strassacker, Ortsvorsteher von Pfaffenweiler, begrüßte die Bürger und zeigte sich sehr angetan, dass es jetzt in Pfaffenweiler und Herzogenweiler diese ehrenamtlichen Helfer gibt. Im Juni hatten die Helfer vor Ort aus Pfaffenweiler/Herzogenweiler ihre Ausbildung zum Ersthelfer, Sanitätshelfer A und B plus Helfer-vor-Ort-Zusatzausbildung, absolviert und wurden bis heute schon 15 mal, meistens nachts, angerufen und um Hilfe gebeten.

Pfaffenweiler habe bis zum Bau des neuen Klinikums die Rettungssanitäter und Notärzte im alten Klinikum fast vor der Haustüre gehabt, mit dem neuen Klinikum habe sich die Anfahrt stark verlängert, deshalb habe sich die Gruppe in Pfaffenweiler/Herzogenweiler gerade rechtzeitig gebildet, denn im Notfall zähle jede Minute, betonte Nickolmann. Nachts stehe im Klinikum ein Rettungswagen zur Verfügung, sei der unterwegs, komme der Rettungswagen aus Donaueschingen, eine weitere Verzögerung, so Nickolmann. Auf die Frage der Bürger, was die Helfer vor Ort tun dürfen, antwortete Nickolmann: „Herz-Lungen-Wiederbelebung, Sauerstoff geben, Intubation legen, Schiene bei Brüchen anlegen, die Patienten beruhigen.“ Im Notfall könne die 112, der Rettungsdienst der Feuerwehr, oder die 110 gewählt werden, so Nickolmann. In Weilersbach stehe den Ersthelfern ein eigener Wagen, ein gebrauchtes, voll ausgestattetes Fahrzeug eines Notarztes zu Verfügung, in Paffenweiler nutzen die Helfer den Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr für ihre Einsätze. „Unser Fahrzeug konnten wir rein durch Spendengelder erwerben“, erklärte Nickolmann und berichtete, dass alle Firmen in Weilersbach und die Ortschaftsräte hinter ihnen gestanden hätten, mit einem tollen Seenachtsfest hätten sie das noch fehlende Geld zusammenbekommen. Das Fahrzeug in Weilersbach habe 5000 Euro gekostet.


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