Villingen-Schwenningen Endlich freie Fahrt im Marbacher Kreisel

Der Verkehr ist freigegeben - die Bürger und Anlieger mussten viel aushalten.

Der zweite Kreisverkehr in Marbach ist jetzt freigegeben. Der Verkehr kann wieder ohne Behinderungen fließen. Diese gute Nachricht musste gefeiert werden. Zur am Ende symbolischen Freigabe hatte die Ortsverwaltung alle Bürger herzlich eingeladen. Die Freigabe am Donnerstag war deshalb symbolisch, weil der Verkehr bereits zuvor freigegeben war. Arbeiten am Regenrückhaltebecken, die eine Sperrung Richtung Rietheim notwendig gemacht hatten, konnten zügig abgeschlossen und die Straße entsprechend früher dem Verkehr übergeben werden.

So nutzten Ortsvorsteherin Diana Kern-Epple und Oberbürgermeister Kubon die Gelegenheit einer Zugeinfahrt, um geschwind ein von Kindern gehaltenes rotes Band zu zerschneiden. Dass hierfür nur eine Schere zur Verfügung stand, tat der Erleichterung über den jetzt wieder fließenden Verkehr keinen Abbruch. Zu lange hatten Anwohner und Pendler unter der extremen Verkehrssituation leiden müssen, wie die Ortsvorsteherin in ihrem kurzen Grußwort betonte. Deshalb wolle sie auch nicht versäumen, so Kern-Epple, sich ganz herzlich für den Langmut zu bedanken, der immer wieder gefordert war.

Oberbürgermeister Rupert Kubon mit Ortsvorsteherin Diana Kern-Epple
Oberbürgermeister Rupert Kubon mit Ortsvorsteherin Diana Kern-Epple

Kern-Epple erinnerte an die vielen Fragen aus der Bevölkerung, als die Baustelle mitten im Sommer augenscheinlich still gestanden habe. Das habe allerdings nur den Anschein gehabt, so die Ortsvorsteherin, denn die Tiefbauarbeiten der Stadtwerke VS seien früher als geplant fertig gewesen und die Straßenarbeiten der Firma Storz hatten urlaubsbedingt nicht sofort weiter geführt werden können. Dank sagen wolle sie auch den Bauarbeitern, die oft genug den Ärger der Autofahrer und der Anlieger zu spüren bekamen, obwohl sie definitiv die falsche Adresse gewesen seien.

Jetzt sei sie froh, denn seit mehr als 40 Jahren beschäftige das Verkehrsproblem die Gemeinde. Nachdem man gewusst habe, dass mit einer Ortsumfahrung nicht zu rechnen sei, habe man im Ortschaftsrat bereits im Jahr 2010 damit begonnen, über andere Lösungen nachzudenken. Abbiegespuren und Ampellösungen habe man schnell eine Absage erteilt. Übrig geblieben seien dann die beiden Kreisel. Jetzt werde man zwar auch nicht weniger Verkehr haben, aber es sei jetzt um einiges sicherer für Fußgänger und auch für Radfahrer, die von Bad Dürrheim kommend immer riesige Probleme bei der Überquerung der Kirchdorfer Straße gehabt haben.

Bild Rüdiger Fein
Bild Rüdiger Fein

Sie hoffe, dass ein paar übrig gebliebene Restarbeiten wie das Anschrägen der Überwege und die noch fehlenden Schilder schnell erledigt werden und die verkehrsberuhigenden Maßnahmen greifen werden, die beide Kreisverkehre mit sich bringen sollen. Dass man in Marbach ohne eine funktionierende Umgehung immer mit Durchgangsverkehr rechnen müsse, darüber sei man sich im Klaren, meinte die Ortsvorsteherin.

 

Die Kosten:

Von den Gesamtkosten von 600 000 Euro inklusive der Planungsarbeiten wurden 145 000 Euro durch einen Zuschuss aus dem Förderprogramm für den ländlichen Raum bestritten. Der ebenfalls etwa eine halbe Million teure Bau des oberen Kreisverkehrs war ebenfalls in ähnlicher Form gefördert worden. (in)

 

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