Villingen-Schwenningen Der nasse Kragen der Narros und die internationalen Gäste

Im urwüchsigen Villinger Rietviertel Aufgalopp zum Fasnet-Endspurt: Teilnehmer aus vier Partnerstädten dabei.

Im Riet treffen sich am Fasnetmentig in schöner Regelmäßigkeit Vertreter von Fasnetvereinen, vor allem den Villingern, und der Partnerstädte: die einen, die Villinger Narren, dieses Mal begleitet von den Ziegel-Buben, meist etwas verkatert, die anderen, die Gäste aus Savona, Pontarlier, Murten, La Valette und Zittau in ungeduldiger Vorfreude auf einer der weiteren Höhepunkte der Fasnet – den großen Umzug. Den internationalen Besuchern wird heimisches Brauchtum nahegebracht, dieses Mal übernommen von den Brigach-Klampfen der Glonki-Zunft – in Person von Patrick Beikirch und Manuel Gross. Anhänger der Villinger Fasnet kennen die beiden bereits von den Glonkibällen, erstmals trat das Gesangs-Duo dieses Jahr an der Kneipenfasnet auf. "Dir gehört mein Herz – hier bin ich daheim, Villingen", und weitere Liedle gaben sie zum Besten. Die Dolmetscher leisteten bei den Gästen, die kein Deutsch sprachen, Schwerarbeit.

Die Stimmung ist blendend beim Stammtisch der internationalen und VS-Gäste im Villinger Rietviertel. Bilder: Gerhard Hauser (2)
Die Stimmung ist blendend beim Stammtisch der internationalen und VS-Gäste im Villinger Rietviertel. Bild: Gerhard Hauser

Problemzone Kragen

Aber die Zeit ist beim Frühschoppen begrenzt, viele müssen bis zum großen Umzug ins Häs oder ihre Wagen vorbereiten. Auch der Gastgeber, Rietbürgermeister Klaus Paulus, lästerte noch ein bisschen über Oberbürgermeister Rupert Kubon, der im blauen Stachihemd am Tisch saß und nach Haus solle, aber nicht ins Rathaus zum Schlüssel holen, sondern zum Mittagessen. Ein bisschen könne er noch vertragen, meinte er spottlustig mit Blick auf das schmächtige Stadtoberhaupt. Die Rietwieber machten den Abschluss, bevor es weiter auf die Fasnet ging. Die verlief bisher richtig gut, wie am Rande die beiden Chefs des größten Fasnetvereins, der Narrozunft, Zunftmeister Anselm Säger und sein Stellvertreter Alexander Brüderle, bestätigten.

Einziges Problem: das Wetter am Fasnetmentig. Der heftige Schneefall ließ vor allem die kunstvoll gefalteten und gestärkten weißen Kragen leiden. Manche waren richtiggehend eingedrückt, als der Schnee schmolz, klatschnass waren definitiv die meisten. Entweder sie konnten noch getrocknet werden, wie bei Alexander Brüderle auf dem Kachelofen. Oder ein Zweit-Kragen zuhause war von Vorteil. Jedenfalls hätten die Kragenmacher für die nächste Fasnet einiges zu tun, sagten die Zwei.

Die Brigachklampfen Manuel Gross und Patrick Beikirch präsentieren beim internationalen Frühschoppen die passenden Liedle.
Die Brigachklampfen Manuel Gross und Patrick Beikirch präsentieren beim internationalen Frühschoppen die passenden Liedle.

Genügend Wagenbegleiter

Zufriedenheit herrschte auch beim Katzenmusikverein "Miau". Generalfeldmarschall Dominik Schaaf registrierte zwar eine Krankheitswelle bei den Wagenbegleitern, doch der Engpass konnte aufgefangen werden, inzwischen sind die Positionen teilweise doppelt besetzt, freute sich Schaaf vor dem großen Umzug. Und der versprach nach dem Ende des Frühschoppens großartig zu werden. Die Nebeldecke lichtete sich, als die Narren die Seniorenstätte am Riet verließen, und zum Vorschein kam ein langsam immer strahlend blauer werdender Himmel.

Der große Umzug in voller Länge:

 

Bilder vom großen Umzug:

 

Rückblick Fasnetmontag:

 

 

 

 

 

 

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