Villingen-Schwenningen Der Winter gibt Gas: Der erste Schnee bedeckt die Doppelstadt

Am Montag hält der Winter ein kurzes Intermezzo in der Doppelstadt. Für die Räumfahrzeuge war es der erste Einsatz diesen Winter und sicher nicht der letzte.

Er war fast pünktlich. Der erste Schnee. Heute vor einer Woche, am 7. November, hat er auch im vergangenen Winter das erste Mal die Dächer der Doppelstadt bedeckt. Ein Schneebericht.

  • Der Schnee und die Stadt: Überrascht hat der Wintereinbruch dann auch bei den Technischen Diensten der Stadt niemanden. Die Salzlager sind voll, die ersten Räumfahrzeuge waren heute Morgen bereits im Einsatz. Es ist nicht der erste Winter. Zumindest nicht für die rund 120 Männer, die im Winterdienst der Stadt beschäftigt sind. Freie Straßen sind die eine Herausforderung, die der Winter in den städtischen Aufgabenbereich streut. Die zweite: die Arbeit auf den Baustellen. Das Wetter, sagt Oxana Brunner, Pressesprecherin der Stadt, sei eben immer da. Darum arbeite man gerade in diesem Bereich mit langfristigen Wetterprognosen. "Den Marktplatz in Schwenningen zum Beispiel wollen wir winterfest machen, sodass bis zur Weihnachtszeit die Straßen frei sind."
  • Der Schnee und das Auto: Wer mit dem ersten Schnee aber ohne Termin beim Reifendienst hereingeschneit kommt, der muss mit einer Wartezeit von zwei bis drei Stunden rechnen. Etwa zehn Autos stehen am Montagmittag vor der Bürotür von Richard Makowe, Filialleiter des Pneuhage Reifendienstes in Villingen. Wenig, im Vergleich zu manchen Jahren zuvor, als bis zu 30 Autos normal waren für den ersten Schneetag. "Die Leute", sagt Makowe, "werden vernünftiger". Pro Saison bereifen sie 2500 Autos. 60 Prozent seiner Kunden, schätzt er, haben dieses Jahr bereits im Oktober die Reifen wechseln lassen. Dennoch: Bis der letzte seine Winterreifen drauf hat, das werde sich erfahrungsgemäß noch bis Ende November ziehen, sagt Makowe. Wohl dem also, der nicht noch sommerlich bereift in einen Unfall schlittert. Thomas Barth, Leiter des Polizeireviers Villingen, hat jedenfalls nichts vorliegen aus der Nacht. "Es war alles noch im normalen Bereich", sagt er. "Bei uns war es in der Nacht auch noch nicht ganz so glatt, wie an anderen Stellen im Schwarzwald."
  • Der Schnee auf der Karte: Geht es nach den Daten, die der Meteorologe Jürgen Schmitt auf seinem Bildschirm im Wetterkontor für Villingen-Schwenningen vor sich sieht, dann hat es sich ausgeschneit. "Jetzt ist erst mal Ruhe", sagt er. "Bis Freitagabend bleibt es trocken." Der erste Wintereinzug ist durch. Jetzt wird es nur noch kalt, Nachtfrost inklusive: Zwischen ein und drei Grad am Tag, zwischen minus drei und minus fünf Grad in der Nacht. Für das Wochenende, sagt er noch, deutet sich ein Tief an. "Sonntag und Montag wird es wieder einen Kälteeinbruch mit Schnee geben." So ist das eben im Winter.

Zahlen und Fakten zum Winterdienst

2500 Tonnen Salz passen in das Salzlager des Bauhofs auf der Steig.

120 Mitarbeiter haben die Technischen Dienste der Stadt im Winterdienst beschäftigt.

74 Fahrzeuge stehen für den Winterdienst zur Verfügung. Das sind zum einen Fahrzeuge, die komplett umgerüstet sind, sowie solche, die normal im Sommerbetrieb genutzt und nur je nach Wetterlage in den Winterbetrieb genommen werden.

2 Räumkategorien gibt es, in die die Stadt die Straßen einteilt. Mit Priorität eins geräumt wird dort, wo Busverkehr herrscht, auf Haupt- sowie Erschließungsstraßen (beispielsweise auch die Klinikstraße) und in der Fußgängerzone. Mit Priorität zwei geräumt werden Wohn- und Seitenstraßen.

2 bis 22 Uhr, solange ist, je nach Wetterlage, die Bereitschaftszeit im Winterdienst.

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