Unterkirnach Den Traumberuf als Koch gefunden

Bakary Kambi beginnt Ausbildung zum Koch. Junger Gambier über afrikanische Süßkartoffeln und handgeschabte Spätzle.

Kochen sei seine Leidenschaft, erklärt der 23-jährige Bakary Kambi, der zur Zeit eine Ausbildung zum Koch im Inklusionsbetrieb Fohrenhof des Caritas-Verbands für den Schwarzwald-Baar-Kreis absolviert. Und man merkt ihm diese Leidenschaft an, wenn er in der Küche des mit dem „Zwei Löwen Prädikat“ ausgezeichneten Restaurants steht und frisches Obst für ein leckeres Dessert vorbereitet.

Schnell gerät der junge Gambier ins Schwärmen und erzählt in fast schon perfektem Deutsch von afrikanischen Süßkartoffeln oder von handgeschabten Spätzle, die mittlerweile auch zu seinen Lieblingsbeilagen zählen. Nachdem Bakary Kambi vor etwa drei Jahren aus seiner Heimat flüchten musste, landete er in Deutschland und wusste, dass er unbedingt in seinem Traumberuf als Koch arbeiten wollte. In Deutschland angekommen war es ihm ganz wichtig, wie er betont, die Sprache seines Gastlandes zu erlernen, die der junge Gambier mittlerweile sehr gut beherrscht. Nachdem er eine Zeit lang im Fohrenhof als Küchenhelfer ohne Ausbildung gearbeitet hatte, war für ihn klar, dass er das Handwerk des Kochs von der Pike auf erlernen wollte, und im Sommer 2017 unterschrieb Bakary Kambi seinen Ausbildungsvertrag.

„Wir sind froh, dass wir ihn haben“, stellt Betriebsleiter Robert Rafai fest und bescheinigt seinem Auszubildenden nicht nur ein besonderes Talent: „ Bakary Kambi bereichert die Speisekarte des Restaurant Fohrenhof immer wieder durch seine kreativen Ideen“, sondern auch ein besonderes Einfühlungsvermögen. Als Inklusionsbetrieb der Caritas beschäftigt der Fohrenhof aktuell elf Mitarbeiter mit Handicap, und insbesondere der Umgang mit diesen erfordere ein besonderes Verständnis und viel Geduld, so der Betriebsleiter. Und diese Eigenschaften habe der afrikanische Azubi, bescheinigt auch Rolf Hilpert, der als stellvertretender Küchenleiter für die Ausbildung zuständig ist. Jetzt hofft man beim Caritas-Verband, dass der Mann zumindest seine dreijährige Ausbildung zu Ende führen kann, denn als Inklusionsbetrieb könne man es sich nicht leisten, einen guten Mitarbeiter zu verlieren.

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