Triberg Schüler am Triberger Schwarzwald-Gymnasium erfassen die Politik spielerisch

Mit einem Spiel wird im Gemeinschaftskundeunterricht die Gesetzgebung in der Europäischen Union anschaulich erklärt. Die Schüler haben Spaß daran.

„Es ist nicht einfach, Unterrichtsstunden so zu gestalten, dass man jeden erreicht“, stellt Meike Stommer, Fachleiterin Gemeinschaftskunde am Schwarzwald-Gymnasium Triberg fest. Gerade die Gesetzgebung der Europäischen Union gehöre zu den Themen, die man bisher als „sehr trocken“ bezeichnen konnte.

Ganz anders sah das nun bei einer Unterrichtsstunde zum Thema aus, denn zum einen hatte sie für die Schule ein vom Europa-Zentrum Baden-Württemberg entworfenes Spiel mit dem sinnigen Titel „Legislativity“ erworben, das genau diese Thematik beinhaltet. Zum anderen waren sogar drei Mitarbeiter des Zentrums vor Ort und klärten die Schüler zunächst über die Systematik der europäischen Gesetzgebung auf, die im Prinzip wie ein Flipperspiel, nachdem der Ball mit dem Plunger – die Abschussvorrichtung für den Spielball – ins Spiel gebracht wurde, erklärte Praktikant Max Knecht.

Dabei werde ein Gesetz von der EU-Kommission eingebracht und dann zwischen Kommission, EU-Ministerrat und EU-Parlament hin und her vorgetragen, um dann entweder wie vorgeplant verabschiedet zu werden oder aber mit nationalen Interessen (Ministerrat) verbrämt erneut vorgetragen wird, um letztlich im EU-Parlament entweder genehmigt zu werden oder zu scheitern. „So läuft‘s in Brüssel“, klärten die drei Mitarbeiter am Europa-Zentrum Heide Pick, Kreisvorsitzende Zollernalb, Baden-Württemberg-Direktor Florian Setzen und Praktikant Max Knecht die Schülern des Neigungskurses Gemeinschaftskunde auf.

Zunächst wurde in der Theorie der Gesetzgebungsprozess der EU erläutert. Dann gingen sie dazu über, den Schülern das neu erschienene und in mehrfacher Ausführung neu für die Schule angeschaffte Spiel „Legislativity“ zu erläutern, das voller Begeisterung gespielt wurde.

„Jetzt sprechen die Schüler untereinander über die EU-Gesetzgebung – das würden die untereinander niemals machen ohne dieses Spiel“, zeigte sich die Lehrerin begeistert. Ähnlich begeistert zeigte sich auch Schulleiter Oliver Kiefer, der mit viel Spaß verfolgte, dass das Schokoladengesetz relativ problemlos durchgegangen war. Das und die Tatsache, dass die Schüler diesen Unterricht intensiv verfolgten, stellten ihn ganz offensichtlich sehr zufrieden.

Heide Pick warb indes auch für die Stiftung „Junge Europäische Föderalisten“ (JEF), die es jungen Menschen ermöglicht, Europa vor Ort zu erleben.

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