Triberg Remo ist weltweit im Trial die Nummer zehn

Im Hause Thanheiser ist das Glück perfekt. Der Jüngste liefert in Polen Glanzleistung ab.

Schon lange hat der zehnjährige Remo davon geträumt, bei den Schüler-Weltjugendspielen des Trial-Bike-Sports nicht nur teilzunehmen, sondern auch zu gewinnen. Nachdem er vor einem Jahr in der Schweiz knapp am Finale vorbeischrammte, klappte es nun endlich in diesem Jahr. Der junge Triberger ist in seiner Altersklasse unter den zehn Besten der Welt. „Ich bin sehr zufrieden und glücklich“, freut sich Remo und strahlt übers ganze Gesicht. Neidlos gratuliert ihm auch sein älterer Bruder Rajas, der ebenfalls dem Trial-Sport huldigt. „Ich war in Polen dabei, mein Bruder war einfach spitze“, berichtet der Elfjährige.

Seit zwei Jahren verteidigte der Jüngste der Familie Thanheiser den dritten Platz der Nation in der Altersklasse U-11. Darum durfte er in der vergangenen Woche im polnischen Zawiercie antreten und wurde prompt der Zehntbeste der Weltelite. „Es handelt sich vorwiegend um einen europäischen Sport“, erzählt Vater Thanheiser dem SÜDKURIER.

Kinder und Jugendliche aus Dänemark, Holland, Österreich, Italien und Spanien waren bei den Weltjugendspielen vertreten. „Auch in Japan ist der Trial-Bike-Sport sehr populär, darum schickten die Japaner ihre Jugendlichen ebenfalls“, informiert Heino Thanheiser unsere Zeitung. Am letzten Donnerstag kam die vierköpfige Triberger Familie im Hotel der polnischen Stadt an und am Freitagabend traf sich dann das deutsche Team zur glänzenden Eröffnungsfeier und dem Einmarsch der Nationen. Remo startete für den Motorsportclub Hornberg (MSC-Hornberg). Jedes Land hatte die fünf besten Fahrer einer jeden Altersklasse für die Jugendmeisterschaft gemeldet.

Am Samstag gingen die Wettkämpfe in aller Frühe los. Sechs Parcours mussten in zwei Runden gemeistert werden, wie Remo berichtet. Vorwiegend Baumstämme, Natursteine und Betonteile seien als Hindernisse im Weg gelegen und mussten umfahren werden. Es sei sehr aufregend und schwierig gewesen, wie der Junge einräumt. Trial heißt auf Deutsch „Prüfung“ und die Fahrradfahrer müssen einen Geländeabschnitt mit zahlreichen Hindernissen meistern. Sie fahren oder hüpfen mit ihrem Bike dabei buchstäblich über Stock und Stein ohne die Füße von den Pedalen zu nehmen. Sie dürfen auch nirgends anstoßen und natürlich auch nicht stürzen. Ansonsten hagelt es sofort Fehlerpunkte und die Prüfung ist nicht bestanden. Doch die Trial-Räder haben neben besonders breiten Reifen auch starke Bremsen.

Da der Sattel fehlt, müssen die Hindernisse alle im Stehen bewältigt werden. „Die leichteste Prüfung war der Parcours über die Steine“, erinnert sich Remo Thanheiser. Am schwierigsten jedoch seien die Baumstämme gewesen, die kreuz und quer im Weg lagen. „Unser Sohn konnte einige Sektionen mit Null Fehlerpunkten beenden“, weiß Heino Thanheiser. Doch es habe auch immer wieder Strafpunkte gegeben und einmal waren sie sogar total unberechtigt. Trotzdem habe Remo die Nerven behalten und sei ruhig weiter gefahren.

Nach den Wettkämpfen fieberten die Sportler und Betreuer vor dem Monitor und warteten gespannt auf die Ergebnisse. „Remo hat sein Ziel erreicht, er wollte unbedingt unter die ersten Zwölf kommen, doch er schaffte sogar Platz elf und stand damit als Finalteilnehmer fest“, berichtet seine Mutter Petra erfreut. Am Sonntag begann dann das Finale mit vielen neuen Herausforderungen. Doch Remo sei sehr konzentriert gefahren und obwohl der Schwierigkeitsgrad von den Punktrichtern erhöht wurde, konnte er sich nochmals um einen Platz verbessern. „Er wurde Zehnter, weil er seinen japanischen Konkurrenten hinter sich ließ“, begründet Heino Thanheiser den siegreichen Abschluss seines Sohnes.

Schon bevor die Wettkämpfe begannen, wurde der junge Triberger Sportler vom MSC-Hornberg als Fahrrad-Trial-Ass bejubelt. Aber nach seinem Riesenerfolg kannte der Jubel keine Grenzen mehr und Remo wurde von allen Seiten beglückwünscht.


Trainingshalle gesucht

Im Sommer trainieren die beiden Thanheiser-Brüder im Wasserfallgelände oder in Hornberg auf dem Gebiet des MSC. Doch im kommenden Winter gibt es keine Räumlichkeiten für den Trial-Sport. Darum wird eine Möglichkeit gesucht, wo Rajas und Remo ungestört trainieren können. Dies könnte eine Scheune oder eine kleine Halle sein. Wer helfen möchte, kann sich melden bei der Nummer 07833-9658920 oder per E-Mail bei suppen-kaspar@msc-hornberg.de (kim)

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