Triberg Gerhard Lauer aus Triberg stirbt nach schwerer Krankheit

Der 71-Jährige war Banker der alten Schule sowie Aufsichtsratsvorsitzende der Baugenossenschaft Triberg/Schonach. Die Trauerfeier findet am Freitag auf dem Friedhof Triberg statt.

Gerhard Lauer ist tot. Nur wenige Wochen nach seinem 71. Geburtstag, den er am 15. September begangen hatte, starb der gebürtige Pfälzer, Banker der alten Schule sowie Aufsichtsratsvorsitzende der Baugenossenschaft Triberg/Schonach nach kurzer, schwerer Krankheit. Die Nachricht vom Tod des Wahl-Schwarzwälders verbreitete sich innerhalb kurzer Zeit und jeder, der ihn kannte, war über sein Ableben bestürzt.

Als junger Bankkaufmann kam Gerhard Lauer im Jahr 1967 zur Volksbank Triberg, wo er sich umgehend integriert hatte. Seine schnelle Auffassungsgabe sowie auch der Wunsch, „... es in dieser Bank zu etwas bringen zu wollen“, waren die Grundlage für seine erfolgreiche Karriere in diesem Geldinstitut. Am 1. Oktober 1975 wurde ihm Prokura erteilt.

Durch seinen Fleiß, sein Können und auch durch seine fachlichen Voraussetzungen, die er sich unter anderem an der Akademie Deutscher Volksbanken in Montabaur erworben hatte, wurde Lauer im Januar 1982 zum Stellvertreter des Vorstands und im Januar 1984 zum Vorstandsmitglied der Genossenschaftsbank ernannt. Er war ein Banker der alten Schule, menschlich, stets hilfsbereit und hatte für die Wünsche seiner Kunden ein offenes Ohr, was ihm zu allgemeiner Beliebtheit verhalf. Der äußerst vielseitige und Optimismus verbreitende Mensch Gerhard Lauer war auch bei seinen Mitarbeitern beliebt und immer ein gefragter Ansprechpartner. Selbst nach seiner vorzeitigen Pensionierung 2006 war Lauer nicht nur in seinem Bekanntenkreis als fachkundiger und kompetenter Ratgeber in vielerlei Dingen gefragt.

In den Jahren 1981 bis 1987 bekleidete er das Amt des Vorsitzenden des Sportvereins Triberg und steuerte das Vereinsschiff durch Höhen und Tiefen der Bundesligazeiten. Zudem war Lauer nicht nur in zahlreichen Vereinen der Region als meist passives Mitglied registriert, sondern war auch ein treuer Fan des FC Bayern München.

Lauer war auch in seinem privaten Umfeld ein außergewöhnlicher Mensch. Er besaß ein großes Allgemeinwissen und war auf vielen Gebieten ein echter Hans Dampf in allen Gassen. Seine sportlichen Ambitionen beschränkten sich nicht nur auf Skifahren, auch als Segler auf dem Bodensee machte er eine gute Figur und mit seinen Segelfreunden kreuzte er mehrfach durch die Karibik. Obwohl Lauer als Globetrotter fast auf der ganzen Welt zuhause war, verzichtete er viele Jahre so gut wie nie auf seine wöchentlichen Kegelabende im heimatlichen Freundeskreis. Er war auch ein begeisterter Musikliebhaber und spielte mit Freude Gitarre und vor allen Dingen leidenschaftlich Klavier. Er war ein glühender Verehrer der Beatles und der Rolling Stones, aber hauptsächlich war er für klassische Musik und dementsprechende Konzertbesuche zu begeistern. Sein Lieblingskomponist war Wolfgang Amadeus Mozart, über den er exzellent Bescheid wusste.

Trotz seines Ruhestands übernahm Lauer im Jahr 2005 den Vorsitz im Aufsichtsrat der Baugenossenschaft Triberg, wo er mit seinem Wissen, seiner Kompetenz und Erfahrung viele Akzente setzte, wie auch die Fusion mit der Baugenossenschaft Schonach im Jahr 2012. Obwohl Lauer zwischenzeitlich seinen Hauptwohnsitz an den Bodensee verlegt hatte, nahm er bis zu seinem Tod dieses wichtige Amt wahr. Ein „…aus dem Auge, aus dem Sinn…“ gab es für Lauer nicht. Deshalb hatte er auch in Schonach eine Wohnung, um weiterhin zeitnah vor Ort seine Aufgaben für die Baugenossenschaft wahrnehmen zu können und um seine vielen freundschaftlichen Kontakte, die er nie abbrechen ließ, zu pflegen.

Um Lauer trauern neben seiner Lebenspartnerin auch zwei Töchter, zwei Enkelkinder, weitere Verwandte, Freunde und Bekannte. Die Lücke, die der Verstorbene hinterlässt, wird nicht leicht zu schließen sein. Die Trauerfeier findet am Freitag, 13. Oktober, ab 11 Uhr in der Einsegnungshalle auf dem Friedhof in Triberg statt.

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