Triberg Film zeigt 15 Kinder aus 15 Ländern der Welt

Die Dokumentation „Nicht ohne uns“ wird im Triberger Kino gezeigt und die Autoren, der Schauspieler Walter Sittler und seine aus Furtwangen stammende Frau, Sigrid Klausmann-Sittler, geben nach der Filmvorfühtung im Gespräch viele Einblicke in ihre Arbeit und Erfahrungen.

Die aus Furtwangen stammende Sigrid Klausmann-Sittler ist zur Zeit gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schauspieler Walter Sittler, auf Verwandtenbesuch. Das Paar war bei der Vorstellung des gemeinsam Produzierten Films „Nicht ohne uns“ im Triberger Kino anwesend. Im Publikum saßen auch etliche Flüchtlingskinder aus Syrien, auch einige Mütter waren mitgekommen. Frisches Popcorn wurde von den Kinobetreibern Margarete und Anton Retzbach spendiert. Dann hieß es „Film ab“.

In dem Dokumentarfilm geht es um 15 Kinder in 15 Ländern auf fünf Kontinenten. So unterschiedlich sie auch sind, haben sie doch einiges gemeinsam: Sie alle haben weite Wege, um in ihre Schule zu kommen. Auch ihre Ängste, Hoffnungen und Träume ähneln sich. Egal ob sie nun in Österreich, Island, Nepal, an der Elfenbeinküste, USA oder in Südafrika leben. Damit die seit rund drei Jahren in St. Georgen lebenden Flüchtlingsfamilien den Film verstehen konnten, wurde er in arabischer Sprache mit deutschem Untertitel gezeigt. Die achtjährige Ayat und ihre 13-jährige Schwester Schamiya waren mit ihrer Mutter ins Kino gekommen. Ayat erzählte in verständlichem Deutsch auf der Busfahrt nach Triberg, dass daheim sowohl deutsch als auch arabisch gesprochen werde. Die Kinder übersetzen für die Mutter und gehen auch mit ihr zum Einkaufen.

Nach der Filmvorführung unterhalten sich Besucher mit den Filmproduzenten.
Nach der Filmvorführung unterhalten sich Besucher mit den Filmproduzenten.

Im Anschluss an den Film stellte sich das Filmemacherpaar den Fragen aus dem Publikum. Als Sigrid Klausmann-Sittler fragte, ob die Übersetzung in Ordnung gewesen sei, bestätigte dies ein Mädchen, das für die anwesenden Syrer übersetzte. Im vergangenen Jahr wollten die Filmemacher auch in Syrien drehen. Davon wurde ihnen jedoch aufgrund der Kriegssituation abgeraten. Sie sind jedoch weiter dran, den Film rund um den Globus zu ergänzen und haben inzwischen Porträt Nummer 30 in der Mongolei gedreht. Der Film trägt den Untertitel „199 Helden auf dem Weg in die Zukunft“. So ist das Ehepaar im November in Palästina und Israel auf Dreh. Walter Sittler ist es ganz wichtig, dass die Erwachsenen den Kindern mehr Empathie entgegenbringen. Sein Credo lautet: „Wir sollten ihnen dabei helfen, das zu werden, was sie schon sind.“ Wenn Kinder die Chance haben, die Welt kennenzulernen, dann hätten sie keine Angst.

Besonders faszinierte Sigrid Klausmann-Sittler beim Dreh, dass sich alle Kinder in kurzer Zeit geöffnet und dem Filmteam vertraut hätten. Sie hat festgestellt, dass es die Kinder nicht gewohnt sind, wenn sich jemand Zeit für sie nimmt. Den Lehrern der Raumschaft empfiehlt sie, mit den Schülern den Film zu besprechen. Bei den Flüchtlingen und den Kinobesuchern aus dem Schwarzwald hat der Dokumentationsfilm einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Zum Schluss meinte Klausmann-Sittler: „Ihr habt es selber gemerkt, ihr seid die Zukunft.“ Ihr Mann ergänzte: „Viel Glück beim Großwerden.“

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