Triberg Die Stadt Triberg will ihren Bahnhof kaufen

Der Gemeinderat hat Angebot bereits abgegeben. In der nächsten Woche bekomme er Besuch von dem Verkaufsbeauftragten der Bahn, dann werde man über das Angebot sprechen, sagt Bürgermeister Gallus Strobel.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung sagte Bürgermeister Gallus Strobel, dass ihn der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung beauftragt habe, mit der Deutschen Bahn über den Erwerb des Bahnhofsareals zu verhandeln. „Die Deutsche Bahn hat bereits auf der gesamten Strecke Karlsruhe – Basel die Bahnhöfe verkauft und anschließend die Teile, die sie für ihre Nutzung benötigt, wieder angemietet. Und seit einiger Zeit geschieht das Gleiche entlang der Schwarzwaldbahn.“

In Triberg, so der Bürgermeister, habe man der Stadt bestätigt, dass sie vorkaufsberechtigt sei. „Als die Bahn mit ihrem Ansinnen auf uns zukam, habe ich in nichtöffentlicher Sitzung mit dem Gemeinderat gesprochen und wir kamen überein, dass wir ein Angebot unterbreiten – was geschehen ist. In der nächsten Woche bekomme ich Besuch von dem Verkaufsbeauftragten, dann werden wir über unser Angebot sprechen“, nannte er Termine.

„Wir haben ja mit der Dampflok, der Station 1 unseres Bahn-Erlebnispfades, dem Wasserfallexpress und mit unserem Bahnhofsfest vielfältige Interessen am Bahnhof, dazu ein sehr gutes Verhältnis mit dem Verkehrsbetrieb. Und da die Bahn anschließend die Räume und die Infrastruktur wieder mietet, kommen ja wieder Einkünfte – auch beispielsweise von der Firma Armbruster, die den Kiosk betreibt“, rechnete er vor. Zudem könne man mit dem Erwerb die städtischen Einrichtungen sicher erhalten, was sehr nutzbringend sein könnte. „Im Jahr 2019 ist das Sanierungsgebiet im Bereich des Edeka-Marktes abgeschlossen. Wir hoffen natürlich, dass wir dann das Sanierungsgebiet Unterstadt ebenfalls in den Zuschussbereich bekommen, dann könnten wir einiges in Sachen städtischer Infrastruktur verbessern“, räumte Strobel ein.

Der Stadtentwickler Roland Hecker habe schon mehrfach die eher schlechte Anbindung der Bahn an die Stadt und umgekehrt bemängelt, dem könne man als Eigentümer wesentlich leichter entgegenwirken. „Wenn es dann spruchreif ist, muss der Gemeinderat die Ausgabe sowieso in öffentlicher Sitzung beschließen“, so der Bürgermeister.

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