Triberg Bürgermeisterwahl in Triberg: 29 weitere Personen erhalten Stimmen

Nach der Wahl am Sonntag gab es viel Lob für den „visionären Rathauschef“ Gallus Strobel, der alleiniger Kandidat war. Allerdings gab es unter den 1127 abgegeben Stimmen auch 135 ungültige. Wahlberechtigt waren 3814 Triberger.

Dass er es schaffen würde, war eigentlich sicher, da es keinen Gegenkandidaten gab. Doch wie viel Zustimmung Gallus Strobel für seine dritte Amtszeit erhalten würde, stand in den Sternen. Letztlich waren es mehr als 94 Prozent, worüber er sich auch am Tag nach der Wahl noch freut. Allerdings lag die Wahlbeteiligung nur bei 29,6 Prozent. 3814 Bürger waren aufgerufen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. 1127 gaben ihre Stimme ab. Davon gültig waren 992. Stattliche 933 Stimmen (94,05 Prozent) holte Strobel, worauf er angesichts seiner Alleinkandidatur und des schlechten Wetters am Sonntag stolz ist. In Nußbach kam er auf 97,2 Prozent, in Gremmelsbach auf 96,3 im Rathaus Hinterhaus auf 96,7 und im Kurhaus auf 90,7.

Die Möglichkeit der Briefwahl nutzten 269 Einwohner. Dass auch Personen gewählt werden können, die nicht auf dem Stimmzettel stehen, ist bei einer Bürgermeisterwahl üblich. In Triberg schrieben 59 Bürger (5,95 Prozent der Wähler) von Hand zusätzliche 29 Personen auf den Wahlzettel. Die meisten Stimmen, insgesamt 14, erhielt der nicht zur Wahl zugelassene Kandidat Günther Möckesch: neun von Briefwählern, fünf von Bürgern, die im Rathaus-Hinterhaus den Gang an die Urne angetreten hatten. Auf Möckesch folgt Gemeinderatsmitglied Susanne Muschal mit zehn Stimmen. Sechs erhielt sie im Wahlbezirk Kurhaus, drei in Nußbach und eine von einem Briefwähler. Jeweils drei Stimmen erhielten Robin Bertsche aus Gremmelsbach, Erik Schierack aus Triberg und Schonachs Bürgermeister Jörg Frey. Jeweils zwei Stimmen bekamen Bernd Stockburger aus Triberg und Gemeinderatsmitglied Klaus Nagel.

Der wiedergewählte Amtsinhaber winkt den Applaudierenden zu. Bild: Michael Kienzler
Der wiedergewählte Amtsinhaber winkt den Applaudierenden zu. Bild: Michael Kienzler

Zu den 135 ungültigen Stimmen zählen auch jene Stimmzettel, auf denen nur Namen geschrieben wurden, ohne Titel, Personenstand oder Anschrift. „Die gewählten Personen müssen eindeutig identifizierbar sein“, erläutert Tino Nimmerjahn vom Gemeindewahlausschuss auf Nachfrage. Ansonsten zähle die Stimmabgabe nicht. Einige Wähler machten den Wahlzettel wohl aus Protest deutlich sichtbar ungültig. Diejenigen, die dem alten und neuen Bürgermeister nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses Fortune und für seine dritte und letzte Amtszeit ein glückliches Händchen wünschten, überwogen deutlich. Einige hundert Gratulanten, darunter auch viele aus seiner Heimatgemeinde Schonach, waren zur Feier ins Kurhaus gekommen, wo auch die vereinigten Kapellen der Stadt und der Ortsteile musikalisch gratulierten und das Badnerlied zum Besten gaben.

Noch am Sonntagabend bewerteten Vereinsvorsitzende, Stadträte und Verwaltungsmitarbeiter den Wahlausgang. Alexander Kutzner, Leiter des Bauamts und Geschäftsführer des Gemeindeverwaltungsverbands, erzählt, dass er nun 16 Jahre Zeit gehabt hätte, sich anderweitig umzutun, wenn ihm der Chef nicht recht wäre. In das gleiche Horn blasen auch Martin Kienzler, Vorsitzender des Sportvereins, Geflügelzuchtvereins-Vorsitzender Patrick Hettich aus Nußbach und der dortige Kommandant der Feuerwehr, Erhard Haberstroh. Es sei vieles geschehen in den vergangenen Jahren, die Vereine profitierten von einem Bürgermeister, der wisse, was er an den Ehrenamtlichen habe. Positiv äußerten sich auch Nußbachs Ortsvorsteher Heinz Hettich und sein Gremmelsbacher Kollege Reinhard Storz.

Bei der Auszählung der Stimmen nach der Wahl ist Konzentration gefragt. <sup></sup><em>Bild: Hans-Jürgen Kommert</em>
Bei der Auszählung der Stimmen nach der Wahl ist Konzentration gefragt. Bild: Hans-Jürgen Kommert

Anstatt einseitig die Kernstadt vorzuziehen, habe Strobel stets auch das Wohl der beiden Ortsteile bedacht. „Wir haben viel bekommen in seiner bisherigen Amtszeit und wir denken, das wird sich nicht furchtbar ändern“, sind sich beide sicher. Über eine weiterhin fruchtbare Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt und der Ortsteile freute sich Klaus Wangler als stellvertretender Gemeindewahlausschussvorsitzender schon, als er das Wahlergebnis verkündete. Er ist zugleich CDU-Fraktionssprecher und begrüßte die Kandidatur Strobels. Auch Klaus Nagel (Freie Wähler) hat keine Bedenken, dass die weitestgehend gute Zusammenarbeit mit dem kreativen Kopf der Verwaltung sich ändern könne.

Susanne Muschal (SPD) sieht „außer ein paar Kleinigkeiten“ eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister. Sie freut sich auch darüber, dass man sich durchaus mit ihm reiben könne bei verschiedenen Punkten, die ihre Fraktion gerne erledigt sähe – Beispiel Fotovoltaik. Doch insgesamt könne man mit dem Wahlausgang gut leben und freue sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit mit einem „visionären Rathauschef“.

Neben der mehrfachen Nennung nicht zugelassener Kandidaten gab es auch zahlreiche Personen, die jeweils ein Kreuzchen erhielten. Diese sind: Martin Mayer, Roswitha Schneider, Jürgen Schwer, Urliek Göbel, Thomas Blum, Hans-Dieter Lang, Burkhart Müller, alle Triberg, Nußbachs Ortsvorsteher Heinz Hettich, Gremmelsbach Ortsvorsteher Reinhard Storz, Unterkirnachs Bürgermeister Andreas Braun, Tribergs ehemaliger Bürgermeister Klaus Martin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Furtwangens Bürgermeister Josef Herdner, die Gemeinderatsmitglieder Bernhard Fehrenbach und Georg Wiengarn, Monika Hess, Ilona Möckesch, Rolf Gehringer, Reinhold Dold, Gerhard Adam, Andreas Kreyer, alle Triberg und Ortsteile sowie Johannes Fattler, Schönwald.

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