Titisee-Neustadt Historischer Roman statt Schwarzwaldkrimi

Historiker Roland Weis thematisiert in seinem neuesten Werk englisch-französischen Konflikt um nordamerikanische Kolonien

Roland Weis aus Titisee-Neustadt hat seinen ersten historischen Roman geschrieben, den er am 26. April um 19.30 Uhr im Buchladen im Roten Haus vorstellt.
Roland Weis aus Titisee-Neustadt hat seinen ersten historischen Roman geschrieben, den er am 26. April um 19.30 Uhr im Buchladen im Roten Haus vorstellt. | Bild: privat

Nach fünf „Schwarzwaldkrimis“ stellt jetzt der bekannte Historiker und Buchautor Roland Weis (53) unter dem Titel „Als das Eis brach“ seinen ersten historischen Roman vor. Eigentlich lag es schon lange auf der Hand, dass Weis als promovierter Historiker und Kenner der Geschichte sich auf dem interessanten Terrain des historischen Romanschreibens bewegt. Doch dieses Mal spielt sich das Geschehen nicht im Schwarzwald ab, sondern weit entfernt in der kanadischen Wildnis des Jahres 1757. „Ich glaube, in diesem Roman kommt ein bisschen der Natur- und Winterfreund aus mir heraus“, betonte Weis im SÜDKURIER-Gespräch. Sein neues Werk, das er am 26. April um 19.30 Uhr im Buchladen im Roten Haus in Titisee-Neustadt vorstellt, spielt sich vor dem Hintergrund des englisch-französischen Konfliktes um die nordamerikanischen Kolonien ab.

Beim Versuch, das von englischen Truppen bedrohte französische Fort Duquesne am Ohio durch Nachschub von den französischen Truppen am St. Lorenz Strom zu ersetzen, verlieren Truppenführer Axel Grigot und seine kleine Mannschaft den Anschluss an das französische Ersatzheer. Alleine müssen sich Grigot und seine Männer durch die eisige Wildnis schlagen, bedroht von den raublustigen Indianerstämmen, einem unerbittlichen Winter, und vor allem bedroht von eigenen Schwächen, Rivalitäten und Machtkämpfen.

„Der größte Feind sitzt in den Menschen selbst, in ihrer Missgunst, ihrem Hass, ihren Rivalitäten“, betont der Autor, der eingebettet in den sogenannten „French-Indian-War“ und in Anlehnung als spannendes Abenteuer, eine Geschichte vom Überlebenswillen im Kampf mit den Elementen und im Kampf mit den menschlichen Unzulänglichkeiten geschrieben hat.

Weis, der als Bereichsleiter Unternehmenskommunikation beim Energieversorger Badenova tätig ist, schreibt seit 20 Jahren für die Zeitschrift „G-Geschichte“ und ist Fachautor für populärwissenschaftliche Nachschlagewerke wie beispielsweise „Illustrierte Weltgeschichte in 17 Bänden von Readers Digest“ oder „Was ist Was-Erfindungen“, die im Tesloff Verlag erscheinen.

„Ich bin zwar ein begeisterter Heimatforscher, aber ich fühle mich auch ganz gut in der Weltgeschichte zu Hause“, unterstreicht der Hochschwarzwälder Romanschreiber und gelernte Redakteur, der genau weiß, wie man spannend schreibt. Für Themen rund um die Entdeckungs- und Eroberungsgeschichte Amerikas hat er ein spezielles Faible.

„Deshalb war für mich klar, dass nach den vielen in der Heimat spielenden Regionalkrimis mein erster historischer Roman dort spielen würde“, informiert er. Und so kam der Schauplatz „Nordamerikanische Kolonien“ zustande, der mit viel Spannung, aber manchmal auch etwas grausam beschrieben wird. Doch eines ist für ihn ganz sicher. Auch in Zukunft wird es wieder Schwarzwaldkrimis geben. „Der nächste voraussichtlich 2013 und dazwischen plane ich auch wieder ein größeres Projekt zu Heimatgeschichte, ganz tief aus der keltischen Vergangenheit“, verrät er.

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