Tennenbronn Mobiles Sägewerk fasziniert die Besucher am Heimathaus

Besucher zeigen großes Interesse an alter und neuer Technik beim Aktionstag zum Thema Wald und Holz im Heimathaus.

Viel bestaunt wird die moderne und mobile Sägeanlage von Zimmermeister Bernhard Lauble. Mit der Säge schneidet Lauble bis zu einen Millimeter dünne Streifen vom Baumstamm.
Viel bestaunt wird die moderne und mobile Sägeanlage von Zimmermeister Bernhard Lauble. Mit der Säge schneidet Lauble bis zu einen Millimeter dünne Streifen vom Baumstamm. | Bild: Müller

Mit dem Aktionstag zum „Tag des offenen Denkmals“ in Tennenbronn sollte die Öffentlichkeit sensibilisiert werden. Das ist durchaus gelungen. Die Projektgruppe Tennenbronner Heimathaus griff das für den Ort wichtige Thema „Wald und Holz“ in konzentrierter Form auf. Auf dem Rathausvorplatz, in um und um das Heimathaus wurden unterschiedliche Aktivitäten angeboten, die allesamt das Thema Holz zum Inhalt hatten.

Dazu wies Robert Hermann auf neueste Luftbilder von Tennenbronn hin. Nachdem Tennenbronn mit Abstand die waldreichste Gemeinde der Stadt Schramberg ist, hatte es sich geradezu angeboten, den Wald und das Holz zu thematisieren. Zumal die Holzwirtschaft in zurückliegenden Jahrhunderten eine der wichtigen Einnahmequellen für den Ort gewesen war.

Robert Hermann sagte in seiner Begrüßung: „Holz bewegt uns, in und um das Heimathaus herum.“ Musikalisch unterstützt wurde der Auftakt zum „Wald- und Holz-Tag“ durch die Alphornbläser Dieter Kirsch und Paul Boschert. Beide unterhielten die Gäste später noch auf dem Festplatz unter dem Heimathaus.

Auch Ortsvorsteher Klaus Köser unterstrich die vielseitige Verwendung des nachwachsenden Werkstoffes Holz in seiner Begrüßung. Vor allem bedeute der Tennenbronner Wald „Natur schlechthin“ und biete als grüne Oase einen Rückzugsraum mit weitgehend intakten Strukturen.

Viele Besucher beobachteten aufmerksam Klaus Staiger, der das Schnitzen mit der Motorsäge vorführte. Ein mobiles Sägewerk der Zimmerei Bernhard Lauble aus Schramberg zog förmlich die Blicke der Besucher auf sich. Mächtige Stämme wurden auf der Säge in handliche Bretter gesägt. Auch Schnitte von einem Millimeter Dicke wurden ausgeführt. Allerdings war das Holz dafür zu nass, was die Schnittausführung ab und zu beeinträchtigte.

Holzschnitzereien mit Gebhard Fleig, die Arbeit des Küfers Andreas Weisser mit seinem Enkel Christoph, die Brennholzaufbereitung früher und heute mit Holzsäger Alex Fleig aus dem Eichbach oder die von Georg Hilser vorgeführte neuzeitliche Technik begeisterten die Zuschauer. Auch der Schindelmacher – in Person von Josef Kienzler aus Rohrbach – stand im Mittelpunkt des Interesses.

Fritz Wöhrle führte das Diechelebohren vor, das Bohren von Holzwasserleitungen. Er hielt auch einen interessanten Vortrag zum Thema Holz und den damit verbundenen Berufen. Weitere Vorträge folgten mit Sven Jager über den Wildbestand der Tennenbronner Wälder. Hermann Pfaff, ehemaliger Förster in Tennenbronn, und Stefan Walter, der heutige Förster, hielten einen Vortrag über die Holzwirtschaft früher und heute.

Im Heimathaus bot eine Ausstellung alter Werkzeuge zur Holzbearbeitung Einblick in vergangene Zeit. Auch anhand von zahlreichen Bildern wurde die Waldarbeit dokumentiert. Besonderes Interesse galt einer der ersten Motorkettensägen, der NSU Ural. Die war so schwer, dass sie nur von drei Mann bedient werden konnte.

Ein über 100 Jahre alter Leiterwagen von Edwin Klausmann zog ebenfalls die Blicke auf sich. Stadtarchivar Carsten Kohlmann mit Ehefrau Evelin, erfuhren von Klausmann mehr über die Bedeutung des „Faulenzers“ mit dem der Leiterwagenlenker das noch mit Holzachsen versehene Gefährt bergab bremste.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Herbstliche Weine vom Bodensee
Neu aus diesem Ressort
Schramberg
Tennenbronn
Tennenbronn
Tennenbronn
Tennenbronn
Tennenbronn
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren