St. Georgen Willy Renner gibt den Takt vor

Der St. Georgener Schlagzeuglehrer und Musiker Willy Renner wird in den Bergstadtgeschichten vorgestellt. Die Weichen für seine Musikerkarriere wurden bei der Fastnacht gestellt.

Eigentlich ist Willy Renner ein ruhiger und ausgeglichener Mensch. Doch an seinem Arbeitsplatz flippt er regelmäßig aus. Willy Renner ist Schlagzeuger und Schlagzeuglehrer. Bei den Bergstadtgeschichten, der großen Multimediashow von SÜDKURIER und Rainer Jörger, wird der Schlagzeuger vorgestellt.

Die Weichen für die Musikkarriere von Willy Renner hat die St. Georgener Fasnacht gestellt. Wie genau, das wird allerdings erst im Filmbeitrag verraten, den Bergstadtgeschichtenproduzent Rainer Jörger über den Schlagzeuger gedreht hat. Dort erinnert sich Willy Renner außerdem daran, wie er erste musikalische Schritte in der Schulband von Bernhard Betting an der Rupertsbergschule und im Jugendhaus Eierschale in St. Georgen unternahm.

Um sein Schlagzeugspiel zu optimieren, nahm Renner Unterricht an der Jugendmusikschule, und hatte so schnell Kontakte zu anderen Musikschülern, wie Andreas Erchinger und Thomas Fichter, die heute beide erfolgreiche Musiker sind. „Dadurch bekam ich Kontakte zur Jazz-Szene.“ Die Berufskarriere von Willy Renner war keineswegs von Anfang an auf die Musik ausgerichtet. Denn zu jener Zeit konnte in Deutschland nur klassische Musik studiert werden. „Deshalb habe ich zuerst eine Feinmechanikerlehre und später eine Ausbildung zum Offsetdrucker im elterlichen Betrieb gemacht“, sagt er. Doch die Musik, und insbesondere das Schlagzeug, bestimmten sein Leben zunehmend. Jürgen Frommherz, damals ebenfalls Lehrer an der Jugendmusikschule und heute langjähriger Dirigent der Stadtmusik, ermutigte Willy Renner schließlich dazu, sich an der Swiss Jazz School in Bern in der Schweiz zu bewerben. Willy Renner bestand die Aufnahmeprüfung und tingelte, während er auf einen Studienplatz wartete, mit verschiedenen Bands durch die Schweiz und landete in der Dixi-Szene.

Selbst auf Kreuzfahrtschiffen rührte er das Schlagwerk. Heute lehrt Willy Renner selbst Kinder und Jugendliche das Schlagzeug spielen. „Schlagzeug spielen hat viel mit Konzentration und Koordination zu tun“, sagt Renner. Und er nennt noch weitere pädagogische Ansätze. „Es fördert die Multitaskingfähigkeit und enthemmt.“ Denn auf die Trommeln und den Becken kann man erst einmal losgelöst draufhauen, ohne dass etwas kaputt geht.

Darüber hinaus ist Willy Renner auch ein großer Freund der Cajon, einer Kistentrommel, mit der erst rhythmische Schritte gelernt werden können. Hierfür hat Willy Renner sogar ein eigenes Lehrbuch entwickelt, da er mit dem Lehrmaterial, das es auf dem Markt gibt, unzufrieden war. Dem Spiel mit der Cajon schreibt Willy Renner auch therapeutische Fähigkeiten zu. „Die Cajon eignet sich beispielsweise für Menschen mit Multiples Sklerose und Patienten nach einem Schlaganfall.“

Bei den Bergstadtgeschichten tritt Willy Renner gemeinsam mit dem Schlurf-Quintett auf, einer der Formationen, denen Willy Renner als Schlagzeuger den Rhythmus vorgibt.


Tickets zu gewinnen

Am 5. und 6. März findet die fünfte Auflage der Bergstadtgeschichten in der St. Georgener Stadthalle statt.

Die Show: Zusammen mit dem SÜDKURIER hat Rainer Jörger die Bergstadtgeschichten entwickelt. Die Multimediareportage bietet eine spannende Mischung aus Videoportraits und Liveauftritten. Im Mittelpunkt der Reportage stehen Menschen aus St. Georgen, die interessante Geschichten zu erzählen haben.

Karten zu gewinnen: Für die Show am Sonntag um 16 Uhr verlost der SÜDKURIER zweimal zwei Eintrittskarten. So können Sie gewinnen: Rufen Sie bis Freitag, 4. März, 15 Uhr, die Gewinnhotline mit der Nummer 0 13 79/ 37 05 00 80 an. Nennen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer und das Stichwort Bergstadtgeschichten. Ein Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom kostet 50 Cent (Mobilfunkpreise abweichend). Die Gewinner werden benachrichtigt.

Vorgeschmack: Ein Trailer zu den Bergstadtgeschichten ist bereits im Internet zu sehen: www.youtube.com/rainerjoerger

Reguläre Karten: Die Shows am Samstagabend und am Sonntagnachmittag sind ausverkauft. Für die Veranstaltung am Sonntag um 11 Uhr gibt es bis einschließlich Freitag Karten an der Zentrale im Rathaus. Die Kasse in der Stadthalle öffnet am Sonntag um 10 Uhr. (spr)

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