St. Georgen Viel Beifall für den ersten Wort-Wettstreit

Schüler der Robert-Gerwig-Schule zeigen beim ersten Poetry Slam ihr Können im Umgang mit Sprache.

Poetry Slam, ein Wettstreit der Dichtkunst, hat auch in der Bergstadt immer mehr Anhänger. Hinter dem Begriff versteckt sich ein Poesiewettstreit, ein literarischer Vortragswettbewerb. Dazu gibt es weltweit geltende Regeln, wie jetzt auch beim ersten Poetry Slam in St. Georgen von Mitorganisatorin Pauline Feig und Manfred Manger zu erfahren war. Als weiterer Unterstützer war der aus Afghanistan stammende Sulaiman Masomy mit von der Partie.

Gerne spenden die Zuschauer Applaus für die tollen Vorträge der Kinder.
Gerne spenden die Zuschauer Applaus für die tollen Vorträge der Kinder. | Bild: Werner Müller

An drei Tagen wurde der Workshop auf Einladung der städtischen Bücherei und der Stadtverwaltung angeboten. Luzia Kienzler, Leiterin der Bücherei, war ebenfalls mit eingebunden. Die jungen Literaten wurden mit Ratschlägen unterstützt, wenn sich mal eine künstlerische Pause einstellte. Insgesamt neun Kinder im Grundschulalter aus den Reihen der Robert-Gerwig-Schule beteiligten sich.

Für Pauline Feig und Manfred Manger waren die Tage mit den Schülern durchaus erlebnisreich. Besonders die dabei geweckte Wortakrobatik überraschte mehrmals. Eine Kostprobe bot Sulaiman Masomy mit seinem Einstieg in den Wettbewerb, bei dem eigentlich nur mittels Applaus der Sieger bestimmt wurde. Denn es war durchaus ein Wettstreit im Umgang mit der deutschen Sprache.

Im "Text aus dem Leben" bot Leo einen nachdenklichen Einblick darin, wie junge Menschen verletzte Menschenrechte sehen. Vom Reisen in "Jetzt ist nicht hier" berichtete Lisa. Zum Thema "anders sein" ließ Amelie die Gedankenströme schweifen. Leo und Bhavan inspirierten sich gegenseitig, was beide mit "Beste Freunde" literarisch zum Ausdruck brachten. Laura entführte die Zuhörer in den Gedankenraum "Einsam, irgendwie auch nicht". Als größter Albtraum des Lebens sei das Handy mit leerem Akku zu bezeichnen, was Nicola in ihrem Beitrag treffend umsetzte. Selin trat mit zwei Texten an. Ihr Umgang mit der deutschen Sprache lies aufhorchen: zuerst mit einer eigenwilligen Schilderung "wie aus dem Leben" und dann mit "Applaus", in dem sie von Vorhängen erzählt, die nach Thymian und Vorfreude riechen.

"Ich bin ein Tyrann", der Freiheit und Verträge bricht, wurde bei Gligor zum politisch, fein durchleuchteten Thema rund um die Türkei. Die aus Syrien stammende Nour schilderte ihre Eindrücke aus Syrien, Italien und Russland.

"Es waren phänomenale Vorträge dabei, sehr beeindruckend was die Kinder boten. Ich habe mich gefreut.". Michaela Albrecht-Büscher, St. Georgen.
"Es waren phänomenale Vorträge dabei, sehr beeindruckend was die Kinder boten. Ich habe mich gefreut.". Michaela Albrecht-Büscher, St. Georgen. | Bild: Werner Müller
"Ich fand das ganz toll, dass die Bücherei und die Stadt das Projekt auf die Beine gestellt haben." Eva-Maria Keiler, St. Georgen.
"Ich fand das ganz toll, dass die Bücherei und die Stadt das Projekt auf die Beine gestellt haben." Eva-Maria Keiler, St. Georgen. | Bild: Werner Müller
"Ich war begeistert, dass sich Schüler beteiligen die der deutschen Sprache weniger mächtig waren." Bernd Kienzler, St. Georgen.
"Ich war begeistert, dass sich Schüler beteiligen die der deutschen Sprache weniger mächtig waren." Bernd Kienzler, St. Georgen. | Bild: Werner Müller

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