St. Georgen St. Georgener Schüler lernen den Wert der Wahl kennen

Die Robert-Gerwig-Schule beteiligt sich an der bundesweiten Juniorwahl. Die Ergebnisse werden erst am Wahlsonntag bekannt gegeben.

Bereits fünf Tage, bevor am Sonntag die Bundesbürger den neuen Bundestag wählen, haben Schüler der Robert-Gerwig-Schule bereits ihre Stimmen abgegeben. Bei einer Wahlsimulation konnten Schüler der achten bis zehnten Klassen zur Wahlurne schreiten.

An der vom Verein Kumulus in Berlin bundesweit organisierten Juniorwahl soll bei jungen Menschen das politische Interesse geweckt und Freude an politischer Beteiligung vermittelt werden. Die Klasse 9a der Werkrealschule mit Klassenlehrerin Silke Schwinghammer befasste sich seit Beginn des neuen Schuljahres mit dem Thema im Fach Welt-Zeit-Gesellschaft (WZG). Diese organisierte eine demokratische Wahl nach den Wahlgrundsätzen. "Wahlberechtigt sind rund 100 Schüler aller achten bis zehnten Klassen. Aber letztlich ist es jedem Schüler freigestellt, an der Wahl auch teilzunehmen", erläuterte Silke Schwinghammer.

Im Vorfeld haben sich die Schüler sowohl mit den Direktkandidaten für den Wahlkreis als auch mit den Spitzenkandidaten der Parteien auseinandergesetzt. "Dazu hatten wir auch Besuch von Mitgliedern des Gemeinderats, Manfred Scherer von der CDU und Hansjörg Staiger von der SPD", so Schwinghammer. Auch die verschiedenen Wahlprogramme haben die Schüler eingehend unter die Lupe genommen, bevor sie am Dienstag ihre Stimmen für die realen Kandidaten abgeben konnten.

Den Schülern ist durchaus bewusst, dass das Privileg, wählen zu gehen, ein hohes demokratisches Gut ist. "Ich finde es wichtig, wählen zu gehen. Auch mit einer Stimme kann man etwas verändern", sagte Tabea Grillo aus der Klasse 9a. Sie wird bei der nächsten Bundestagswahl 2020 zum ersten Mal die Möglichkeit haben, mit ihrer Stimme die Geschicke der Bundesrepublik Deutschland mitzubestimmen.

Am gestrigen Wahltag schaute auch der Wahlleiter der Stadtverwaltung, Anton Wimmer, in dem zum Wahlraum umfunktionierten Klassenzimmer vorbei, und zeigte die echten Unterlagen wie Wahlscheine, Wahlberechtigungskarten und Unterlagen zur Briefwahl. Am Nachmittag wurde die Wahlurne geleert und die Stimmen ausgezählt. Das Ergebnis wird vorerst geheim gehalten und erst am Abend der Bundestagswahl am Sonntag, 24. September, ab 18 Uhr bekannt gegeben. Beachtlich war aber bereits die Wahlbeteiligung. 75 der 92 eingetragenen jungen Wähler wählten auch, was eine Wahlbeteiligung von 81,5 Prozent ergab.

Wahlsimulation

Die Juniorwahl ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins Kumulus in Berlin. Bundesweit nehmen 3500 Schulen mit rund einer Million Jugendlichen an der Juniorwahl teil. Die Ergebnisse der Wahlsimulation werden am Wahlsonntag, 24. September, ab 18 Uhr auf der Internetseite www.juniorwahl.de veröffentlicht. (spr)

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