St. Georgen Souveräner Auftritt der Erst- bis Viertklässler

Theaterarbeit stärkt das Selbstbewusstsein Große Bühne im Theater im Deutschen Haus

St. Georgen – Die Konzentration war den Schülern der Theater-AG der Robert-Gerwig-Schule bei ihrem Auftritt im Theater im Deutschen Haus ins Gesicht geschrieben. Manchen auch das Lampenfieber. Aber die Schüler der ersten bis vierten Klasse ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen und meisterten souverän ihren Auftritt am Samstagnachmittag bei der Premiere ihres Musicals Oliver Twist, nach dem Roman von Charles Dickens.

Enorm textsicher, mit überzeugender Mimik und Gestik, wechselnden Kulissen und gut ausgewählten Kostümen überzeugten die kleinen Schauspieler nicht nur ihre Eltern. Auch wenn mal einer der Akteure nicht weiter wusste, was sehr selten vorkam, half sogleich ein Mitschüler aus und es ging reibungslos weiter. So schlüpften manche Kinder in bis zu drei verschiedene Rollen und waren teilweise auch mit ihren Instrumenten bei der musikalischen Begleitung des Gesangs beteiligt. „Das ist eine große Herausforderung für die Kinder.

Bei der Aufführung organisieren sie alles selbst und wissen genau, wann welche Kostüme und welche Utensilien benötigt werden“, erklärte die Projektleiterin Eva-Maria Keiler. Die Theater-AG der Robert-Gerwig-Schule besteht aus teils freiwilligen Theaterbegeisterten, teils aus Ganztagesschüler, die sich aus einer Reihe von Nachmittagsangeboten die Theater-AG aussuchten. Viele kamen erst im April in die Gruppe. „Vor allem schüchterne Kinder werden durch das Theaterspiel sehr viel offener. Ausländische Kinder, wie beispielsweise Gabriela aus Polen, die erst seit acht Monaten in Deutschland ist, haben durch die Theaterarbeit sprachlich große Fortschritte gemacht“, erklärte die engagierte Lehrerin.

Seit September arbeitete sie mit den Sechs- bis Elfjährigen einmal pro Woche an dem Stück, schrieb Texte, komponierte die Lieder, malte mit den Schülern die Kulissen und suchte die Kostüme aus. Viel Unterstützung bekam sie dabei von Ronja Holzmann, die in einem Freiwilligen Sozialen Jahr an der Grundschule tätig ist und von Anfang an dabei war. Silke Schwinghammer übernahm die musikalische Begleitung am Klavier und der Rektor der Robert-Gerwig-Schule, Jörg Westermann, war für den Ton verantwortlich.

„Ich freue mich, dass die Produktion zustande kam und vor allem, dass es noch solche Schüler gibt“, sagte die Geschäftsführerin des Theaters am Deutschen Haus, Ute Scholz. „Es ist für die Schüler etwas ganz anderes, ob eine Aufführung wie diese an der Schule oder in einem richtigen Theater stattfindet“, erklärte sie, überreichte Eis-Gutscheine und Blumen und forderte einen letzten großen Applaus für alle Akteure vor und hinter der Bühne.

„Es hat riesigen Spaß gemacht“, sagte Didem Baysal, die den Dieb Dodger spielte. Das Lampenfieber vom Anfang war nun verflogen und die Nachwuchsschauspieler zeigten sich erleichtert und vor allem stolz auf den gelungenen Auftritt.

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