St. Georgen So lustig kann die Liebe sein: Alexandra Geiger im Theaterhaus

Alexandra Gauger begeistert im Theater im Deutschen Haus mit ihrem Programm "Amore und Problemi".

Man – beziehungsweise Frau – nehme den grauen Alltag des Lebens, vergleiche ihn mit den Problemen der Zeitgenossen, mische ihn mit einer ordentlichen Prise Humor und präsentiere die bunte Mischung mit Temperament und Fantasie in Texten, Liedern und Tänzen. Diese Gebrauchsanweisung nahm sich die Opernsängerin Alexandra Gauger zu Herzen bei ihrem Auftritt im Theaterhaus der Bergstadt. Der Erfolg des Kabaretts "Amore und Problemi" war durchschlagend, das Publikum schmunzelte, lachte und klatschte begeistert.

"Die Künstlerin war vor vielen Jahren schon einmal bei uns", informierte Ute Scholz bei der Begrüßung die rund 70 Besucher. Die Geschäftsleiterin des Theaters im Deutschen Haus stellte die Fernseh-Moderatorin vor und dann hieß es "Bühne frei für das Einfrau-Theaterstück." In Anspielung an den italienisch klingenden Programm-Titel wies Gauger darauf hin, dass sie aus dem Süden komme. "Ich wohne in Karlsruhe", verriet sie schließlich verschmitzt lächelnd, nachdem niemand ihre Heimatstadt erraten hatte. "Heute gibt es dauernd Punkte, egal, wo man einkauft und ich habe überall gepunktet", wies die Kabarettistin auf ihr rotes Kleid hin, das mit unzähligen Punkten verziert war. Sie habe sich eine Christbaum-Verpackungsmaschine zugelegt, damit sie in das enge Kleid hinein gekommen sei. Dann erzählte sie singend und tanzend aus ihrem Leben als Opernsängerin, das aber frustrierend war, weil dauernd jemand sterben musste. Deshalb habe sie von der Klassik zum Pop gewechselt. Ihre Erlebnisse als Amore-Azubi kamen ebenfalls nicht zu kurz. "Der erste Kuss war für mich ein traumatisches Erlebnis", schilderte die Künstlerin und nahm sämtliche Arten der Küsserei mit ihrem Kuss-Song auf die Schippe.

Dramatisch wurde es, als sie sich in einen Türken verliebte. "Es ist unglaublich, was man alles erlebt, wenn man einen Mann mit deutschem Pass heiratet, der aus der Türkei kommt", wusste Gauger. Ruck-Zuck dichtete man ihr einen Migranten-Hintergrund an und jetzt gelte sie sogar als Migrantin auf dem zweiten Bildungsweg, wie sie weiter witzelte. Die Probleme, die in der Ehe durch die Liebe entstehen, wurden ebenso durchgehechelt wie die inneren Stimmen, die vor der Schwarzwälder Kirschtorte und ähnlichen Leckereien warnen. "Aber jetzt heißt mein Bäuchlein nicht mehr Ranzen, sondern Feinkostgewölbe", freute sich die Kabarettistin. Im Ehebett trage sie sowieso eine Burka. Der im Internet bestellte Mann für schöne Stunden war zwar ein Luxusmodell, enttäuschte aber trotzdem, weil die Pumpe nicht funktionierte, mit der sie ihn aufblasen sollte. Die Kollegen Lady Gaga, Peter Maffay und Heidi Klum wurden von ihr täuschend echt kopiert und am Klavier spielte sie ein Lied für den Reichsbürger, der sie mit unzähligen Spams nervte, weil sie einen Ausländer geheiratet hatte. Zum Schluss sang die Künstlerin ihre Lieblings-Hymne. "Von allen Städten der Welt ist keine so wie du, Karlsruuuuh", klang es vergnügt durch den Saal und alle klatschten begeistert den Takt dazu.

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