St. Georgen Schulnetzwerkteam aus St. Georgen will an Fairtrade-Kampagne teilnehmen

„Die Welt verändern und ein kleines bisschen besser machen“, begründet Michaela Conzelmann den Entschluss, sich in Sachen Fairtrade zu engagieren. Dazu lud sie am Donnerstag, 7. April, Eltern, Schüler und Lehrer von St. Georgener Einrichtungen zum ersten Fairtrade-Schulteam-Treffen ins Café Bohnenheld. Ziel des Teams ist es, an der Fairtrade-Schools-Kampagne teilzunehmen.

Die Welt ein kleines bisschen besser zu machen – das ist das Ziel des neu gegründeten Fairtrade-Schulteams in St. Georgen. Organisatorin Michaela Conzelmann hat am Donnerstag zu einem Treffen ins Café Bohnenheld geladen, um mit Schülern, Eltern und Lehrern über Fairtrade in der Stadt und an den Schulen zu sprechen.

„Es ist uns immer bewusster geworden, wie ungleich die Chancen auf der Welt verteilt sind. Es geht nicht, dass wir das ausblenden“, sagte Conzelmann zur Begrüßung der rund 20 Interessierten im Café. Sie ergänzte: „Fairtrade ist ein Versuch, die Lebensbedingungen von Menschen in anderen Ländern durch unser Konsumverhalten zu verändern.“

Darüber freute sich auch Nadja Seibert vom Stadtmarketing: „Die Fairtrade-Auszeichnung für die Stadt haben wir als einen Startschuss für mehr verstanden. Da ist inzwischen eine Bewegung entstanden und es ist toll, dass die Schulen mit dabei sind.“

Die Idee hinter dem Treffen: „Hoffentlich als Netzwerk der St. Georgener Schulen hier etwas ins Leben zu rufen“, formulierte Conzelmann das Ziel. Konkret gehe das durch eine Teilnahme an der Fairtrade-Schools-Kampagne.

Dafür haben Schulen allerdings fünf Kriterien zu erfüllen: Es muss ein Schulteam, bestehend aus Schülern, Lehrern und Menschen aus der Stadt gegründet werden. Ein so genannter Fairtrade-Kompass soll darstellen, wie der Gedanke des fairen Handels in der jeweiligen Schule umgesetzt wird. An den Schulen sollen Fairtrade-Produkte angeboten werden. Fairtrade muss Thema im Unterricht sein und die Schulen müssen mindestens einmal im Jahr eine entsprechende Aktion organisieren.

In kleinen Arbeitsgruppen diskutierten die Besucher im Café schließlich über konkrete Umsetzungsmöglichkeiten dieser fünf Punkte an den Schulen. Bereits bei diesem kurzen Treffen konnten zahlreiche Ideen gesammelt werden, über einen fairen Bananenverkauf als Pausenmahlzeit bis hin zu Aktionen beim St. Georgener Stadtfest, um ein Bewusstsein für die Thematik zu schaffen. „Ich würde mir eine kurze, visuelle Erklärung des Begriffs „Fairtrade“ wünschen. Worum es dabei geht, das wissen viele noch nicht wirklich“, schlug Michaela Eulitz vor.

„Wir müssen die Schwelle zum neuen Bildungsplan nutzen, um das Thema Fairtrade dort unterzubringen“, sagt Jochen Fetzner vom Thomas-Strittmatter-Gymnasium. Beim pädagogischen Tag der St. Georgener Lehrer am Mittwoch, 6. Mai, soll das Konzept schließlich präsentiert werden. Die Teilnahme eines Schulnetzwerks bei der Fairtrade-Kampagne sei zwar unüblich, aber durchaus möglich, erklärten Michaela Conzelmann und Ralf Heinrich, Rektor des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums: „Die fünf Kriterien sind allerdings in allen Schulen zu erfüllen und nicht nur von einzelnen Netzwerkpartnern“, sagte Heinrich. Während des Treffens wurden im Café Bohnenheld Spenden gesammelt, die an Katja Färber gehen und zur Integration von Flüchtlingen genutzt werden sollen.


Fairtrade-Schools

Die Kampagne ermöglicht Schulen in Baden-Württemberg, mit dem Titel Fairtrade-School ausgezeichnet zu werden. Die Kampagne zeichnet engagierte Schulen aus, die einen fairen Handel ganz konkret im Schulalltag umsetzen. Die Kampagne steht unter der Schirmherrschaft von Andreas Stoch, Kultusminister des Landes Baden-Württemberg. (guy)

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