St. Georgen Schulen werden gestürmt: Narren befreien Schüler vom Unterricht - mit Bildern!

Am Schmotzigen Donnerstag empfangen Schüler aller Klassen närrischen Besuch. In bunten Kostümen sorgen die Schüler für närrische Stimmung, während Fasnetmusik durch die Schulgebäude schallt.

Am Schmotzigen Donnerstag hat das närrische Treiben auch die Schulen im Griff. Die Narrenzünfte stürmten die Robert-Gerwig-Schule, das Bildungszentrum, die Rupertsbergschule und die Grundschule Peterzell und befreiten die Schüler aus den Klassenzimmern. Gemeinsam starteten Narren und Schüler mit einem bunten Programm in den Schmotzigen Donnerstag.

  • Robert-Gerwig-Schule: Als erstes fieberten am Schmotzigen Donnerstag die Grundschüler der Robert-Gerwig-Schule den Narren entgegen. Begleitet von den fetzigen, durch Mark und Bein gehenden Weisen der Bergstadtfetzer, holten Fohrebobbele, Nesthexen, Hohwalddeufel und Schofstriezi Prinzessinnen, Polizisten, Clowns und Indianer aus den Klassenzimmern. Was für ein Hallo, was für ein Kreischen! Viele Kinder erkundeten die wilden Masken und Verkleidungen der Besucher. Zur Begrüßung gab es hier und da auch, ganz modern, alle Fünfe. In der Mensa lief ein Programm für die Größeren. Neben Musik zum Tanzen vom Band, die Schülersprecher Marcel Schrank losließ, gab es den obligatorischen Kostümwettbewerb. Viel Beifall erntete die sechste Klasse, die auf selbst gebastelten Blumentopf-Trommeln einen temperamentvollen Samba darbot. (wur)
  • Bildungszentrum: Auch im Bildungszentrum wurde es am Schmotzigen Donnerstag bunt und närrisch: Lehrer und Schüler des Gymnasiums und der Realschule verkleideten sich und feierten gemeinsam die Fasnet in einem bunt geschmücktem Gebäude. „Die Schülermitverwaltung der Realschule und des Gymnasiums traf sich am Tag zuvor und schmückte die Pausenhalle für den heutigen Tag“, berichtete Simon Merkle, Lehrer der Realschule. Nachdem die Schüler des Bildungszentrums in den ersten zwei Schulstunden den regulären Unterricht besuchen mussten, folgte während der dritten Stunde die Befreiung. Die Narren trafen ein und beendeten den Unterricht im Bildungszentrum. Zusammen mit den Narren wurde anschließend in der Pausenhalle groß gefeiert: „Wie jedes Jahr gibt es ein Kostüm-Wettbewerb. Außerdem wird die Rock-Band der Realschule auftreten“, so Merkle. Des Weiteren hielten Lehrer des Gymnasiums Büttenreden auf der Bühne. Neuntklässler des Gymnasiums sorgten für Stärkung bei Narren und Schülern mit dem Verkauf verschiedener Leckereien in der Pausenhalle. Ein vielfältiges Angebot an Datschwecken, Wienerle, Waffeln und belegten Brötchen gab den Narren genug Kraft für das weitere närrische Programm. (esp)
  • Rupertsbergschule: Schon lange bevor die Narren die Rupertsbergschule stürmten, waren die 140 Grundschüler außer Rand und Band. Mit ihren neun Lehrerinnen warteten sie im Foyer auf die närrischen Gestalten der Bergstadt, aber dabei ging es rund. Die originell kostümierten Pädagoginnen tanzten mit den kleinen und großen Schülern temperamentvoll durch den Raum und animierten immer wieder zu Polonaisen. Doch als Schüler waren die närrisch gekleideten Mädchen und Jungen eigentlich nicht zu erkennen. Da wimmelte es von stolzen Prinzessinnen und abenteuerlichen Zigeunerinnen, sowie von freundlichem Indianern, gefährlichen Piraten und jungen Polizisten. Als dann die Türe aufgerissen wurde und zahlreiche Bergstadtfetzer mit ihrer fetzigen Musik einmarschierten, war das Staunen der Kinder groß. Im Gefolge hatten die Guggenmusiker verschiedene Narrenfiguren, die sich gleich mit der bunten Kinderschar anfreundeten. Besonders die Fohrebobbele kamen gut an, aber auch die Hohwalddeufel mit ihren Wälderschnäpfen wurden von allen Seiten bestaunt. Nur die Nesthexen, die an allen Säulen hingen, wurden vermisst. "Unsere Viertklässler haben ausgerechnet die Nesthexen gebastelt und alle Spättle erneuert", sagte die Kunstlehrerin Katja Bieg. Doch der zweite Zunftmeister Roland Elsner wies darauf hin, dass am Vormittag viele Narren arbeiten müssen und darum nicht kommen können. (kim)
  • Grundschule Peterzell: Mit einer geladenen Kanone stellten sich zahlreiche Narren vor der Grundschule Peterzell auf. Mehrere Kanonenschläge kündigten den Grundschülern das Eintreffen der Narrenschar an. Sofort standen die neugierigen Kinder an der Tür und beobachteten, was sich draußen abspielt. Die Lehrer sammelten alle Kinder ein, damit in der Turnhalle gemeinsam das Eintreffen der Narren gefeiert werden kann. So tanzten, hüpften und sangen die Kinder in der Halle, als die Bürgerwehr Peterzell mit Engelgoaschtern und Nesthexen die Halle stürmten. Die Freude über ihre Befreiung war bei den Schülern groß. Die kleinen Narren bestaunten die Masken der Nesthexen und Engelgoaschter und tobten mit ihnen durch die Halle. Einige Schüler schenkten den Nesthexen bunte und selbstgemalte Bilder, auf denen die lila Hexen zu sehen waren. Mit den Narrenrufen auf die Zünfte startete dann das närrische Tanz- und Gesangsprogramm der Schüler. Sie boten den Narren Lieder, Tänze und kleine Aufführungen und starteten mit ihnen gemeinsam in den Schmotzigen Donnerstag. (lem)

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