St.Georgen Schüler aus Kolumbien zu Besuch in St. Georgen

Südamerikanische Gäste sind zu Besuch bei der Faire-Trade-Arbeitsgemeinschaft. Das Programm will große Entfernungen überwinden und einen Austausch mit Schulklassen oder Einzelpersonen ermöglichen.

St. Georgen – Auf eine lange Reise bis in die Fair-Trade-Bergstadt machte sich eine Gruppe von vier kolumbianischen Schülern zusammen mit ihrem Lehrer. Der Kontakt nach Kolumbien entstand im Rahmen des Programms "Chat der Welten". Michaela Conzelmann, Leiterin der Fair-Trade–Arbeitsgemeinschaft (AG), hat das Programm mit ihrer evangelischen Religionsklasse des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums (TSG) initiiert. Das Programm will große Entfernungen überwinden und einen Austausch mit Schulklassen oder Einzelpersonen ermöglichen. Durch den Austausch soll das Bewusstsein der Chat-Partner für globale Zusammenhänge gestärkt werden.

Im Café Bohnenheld wartete die Fair-Trade-Gruppe gespannt auf die kolumbianische Kleingruppe, die sich seit bereits zwei Wochen in Neckargemünd bei Heidelberg aufhält. Bis zur Ankunft der Gruppe informierte Conzelmann die Schüler über das Land Kolumbien. Entsprechende Fragen hatte die siebte Klasse des TSG zuvor im Chat mit den Kolumbianer behandelt. Ein Thema war der Kinderhandel. Wie auch in Deutschland sei der in Kolumbien verboten, es gäbe aber illegalen, organisierten Kinderhandel. Auch am Thema Armut zeigte sich die siebte Klasse interessiert. "Es gibt sehr viel Armut in Kolumbien, allerdings auch viel Reichtum", lautete die Antwort der südamerikanischen Schüler. Wie in vielen Entwicklungsländern sei die Kluft zwischen Arm und Reich sehr groß.

Als die Kolumbianer im Café eintrafen, wurde sie zunächst mit selbstgebackenem Kuchen, Butterbrezeln, Fruchtsäften und heißer Schokolade empfangen. Dabei wurde Wert auf Produkte mit entsprechendem Fair-Trade-Siegel gelegt. Hierfür zeigten sich die kolumbianischen Schüler und ihr Lehrer dankbar.

In einer Powerpoint-Präsentation zeigten die kolumbianischen Zehntklässler eindrucksvolle Landschaften ihrer Heimat sowie kulturelle Aspekte, wie beispielsweise den kolumbianischen Karneval. Auch das massive Drogenproblem des Landes sowie die damit verbundene hohe Kriminalität sprachen die Schüler offen an und zeigten Bilder von Drogenfunden.

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