Schramberg Schramberg: Mehr Besucher in Technikmuseen

Eine positive Jahresbilanz zieht der Förderverein Technikmuseen im Verwaltungsausschuss in Schramberg und nannte einen Grund, weshalb die Besucherzahlen gestiegen sein könnten.

Fast wie in alten Tagen fühlte sich der Vorsitzende des Fördervereins Technikmuseen im Verwaltungsausschuss: Der langjährige Stadtrat Helmut Banholzer wollte sich gleich an seinen alten Platz setzen. "Dann hab ich gemerkt, da hab ich nichts mehr verloren", scherzte er zu Beginn seines Jahresberichts. Mitgebracht hatte er einige positive Zahlen.

So seien die Einnahmen um etwa 10 000 Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Noch wichtiger: Bei den Besucherzahlen gab es ein Plus von knapp 1000 im Auto- und Uhrenmuseum Erfinderzeiten. Sie stiegen von 23.264 im Jahr 2015 auf 24 236 im Jahr 2016 und nähern sich so langsam dem Wunschziel von 25.000. Auch das Eisenbahnmuseum verzeichnet ein deutliches Plus: Dort stiegen die Besucherzahlen um fast 1100 von 10 447 auf 11 545.

Die Gästekarten spielten dabei durchaus eine Rolle: Etwa 250 Besucher hatten die Schwarzwald-Card, 590 kamen mit Schwarzwald-Card plus aus Freudenstadt und Baiersbronn und mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Museumspass immerhin schon 326. "Wie die neu aufgelegte Gutachkarte sich auswirkt und wie lange sie bleibt, wird sich zeigen", so Banholzer.

Die Werbung für die Technikmuseen und die Autosammlung Steim geschehe über Messen, Flyer, das Internet und die Presse. Eine Besucherbefragung habe ergeben, dass die Flyer eine sehr wichtige Rolle spielen. Demnächst werde es einen neuen geben, kündigte Banholzer an. Wenn das neue Museum im Terrassenbau von Dr. Steim fertig sei, sollte dieses unbedingt auch in einem gemeinsamen Flyer aufgeführt werden.

Banholzer ließ die Aktivitäten des Museums Revue passieren. Er erwähnte dabei besonders die Automaten-Sonderausstellung, die inzwischen in der früheren Schrauberwerkstatt einen Dauerplatz gefunden habe. "Da ist aktives Mittun an den Automaten möglich", so Banholzer. Auch die Sonderaktionen im Eisenbahnmuseum wie die Ausstellung "Vorsicht Hochspannung am Spielzeuggleis" hätten für zusätzliches Besucherinteresse gesorgt. Er ist überzeugt, dass der Schramberger Einzelhandel und die Gastronomie von den Museen profitieren. Am Wochenende der Echtdampftage seien alle Hotels ausgebucht gewesen.

Dank für die Museumsarbeit gab es von Oberbürgermeister Thomas Herzog und Gertrud Nöhre (SPD/Buntspecht). Sie ist überzeugt, dass die Museen viele Gäste von außerhalb nach Schramberg brächten. Jürgen Winter (CDU) sah in den steigenden Besucherzahlen eine Bestätigung für das Museumskonzept. Es lasse das Lebensgefühl der Nachkriegszeit spürbar werden.

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