St. Georgen Schmidt Technology lässt neues Bearbeitungszentrum einschweben

Die 1,5-Millionen Euro-Investition wiegt rund zwölf Tonnen. Um sie in die Produktionshallen zu hieven, musste erst mal ein Sektionaltor in die Gebäudewand eingebaut werden.

Schmidt Technology investiert auf der Seebauernhöhe in ein flexibles Fertigungssystem. Laut einer Pressemitteilung will die Firma mit einem modernen Bearbeitungszentrum die Herausforderungen der Zukunft annehmen und meistern. Die Firma investiert laut eigenen Angaben 1,5 Millionen Euro in die Anlage. Das Zentrum besteht aus zwei Komponenten: einer programmgesteuerten Fertigungsmaschine mit integriertem automatisierten Werkzeugwechselsystem sowie einer verbundenen, ebenfalls automatisierten Logistiklösung zur Lagerung und Bereitstellung der zu bearbeitenden Werkstücke.

Das neue Bearbeitungszentrum wiegt etwa zwölf Tonnen. In und an den Produktionshallen musste vor der Anlieferung am vergangenen Freitag Vorarbeiten getätigt werden. Beispielsweise wurde eigens zur Einbringung der Anlagenteile ein Sektionaltor in die Gebäudestruktur eingearbeitet. Mitarbeiter spezialisierter Transportfirmen und ein Schwerlast-Baustellenkran sorgten dafür, dass der Koloss in millimetergenauer Maßarbeit unbeschadet an den zukünftigen Verwendungsort gebracht werden konnte. In den nächsten Tagen wird das Bearbeitungszentrum in Betrieb genommen, bevor Anfang Mai mit der Anlieferung des Logistiksystems die nächste Herausforderung wartet.

Ein automatisiertes System erhöht die Flexibilität und Produktivität gleichermaßen. Angelieferte, unbearbeitete Gussbauteile für die Pressensysteme werden zukünftig in einem automatisierten Hochregallager untergebracht und nach Termin für die Bearbeitung auf entsprechende Bearbeitungspaletten aufgerüstet. Das intelligente, selbst optimierende System plant die Bearbeitungsreihenfolge der Werkstücke selbstständig nach Bedarfslage des übergeordneten Warenwirtschaftssystems nebenzeitenoptimiert und steigert so die Produktivität des Dreischichtbetriebs enorm.

In enger Kooperation mit den schwäbischen Firmen Heller Maschinenfabrik und Schuler Automation wurde das flexible Fertigungssystems realisiert. Auch Erweiterungsmöglichkeiten wurden berücksichtigt. Schmidt Technology sieht sich als Technologieführer für Pressensysteme für präzise Fügeoperationen dem weltweiten Wettbewerb ausgesetzt. Die Investition gilt als Weg, die Spitzenposition auch in Zukunft beibehalten und den Standort in St. Georgen weiterhin sichern und ausbauen zu können.

 

Das Unternehmen

Schmidt Technology wurde im Jahr 1938 als Zulieferer von Präzisionsteilen für die Uhrenindustrie gegründet. Im in vierter Generation geführten Unternehmen werden anspruchsvolle Schreibgeräte, vielfältig einsetzbare Pressen und Präzisionssensoren entwickelt und produziert. Die Firma beschäftigt weltweit mehr als 400 Mitarbeiter.

 

www.schmidttechnology.de

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