St. Georgen SÜDKURIER-Leser besichtigen die Baustelle des Hotels "Federwerk"

Der SÜDKURIER öffnet Türen: Das Vorhaben der Familie Papst vereint Industriegeschichte und Komfort.

Es ist ohne Zweifel die interessanteste Baustelle der Stadt. Das Hotel- und Gastronomievorhaben der Familie Papst wächst gegenwärtig auf sechs Etagen an der Bahnhofstraße heran. Aber was heißt schon wachsen: Von außen sind Veränderungen schwer auszumachen. Der Kubus barg Jahrzehnte die Industrieproduktion der Firma Tobias Bäuerle, die festgelegte Anordnung der Fenster erlaubt keine völlige Neugestaltung. Nur der Abriss zweier vorgelagerter Gebäude gewährt seither den ungehinderten Blick auf den Industriebau.

Wirklich spannend sind die Entwicklungen im Innern des Gebäudes. Sie offenbaren sich bei einer Baustellenbesichtigung. Für zehn SÜDKURIER-Leser samt einer Begleitung ergibt sich am Dienstag, 23. Januar, um 16 Uhr die Gelegenheit, den Umbauprozess von den Vortragsräumen im Untergeschoss bis zu den Loftwohnungen im vierten Obergeschoss in Augenschein zu nehmen. Im Anschluss an die Führung lädt der SÜDKURIER die Gäste bei einem Getränk zu einem kurzen Austausch über den Rundgang ein.

Wer ein solches Publikumserlebnis ankündigen möchte, muss die Örtlichkeit gesehen haben. Lokaltermin mit Investor Daniel Papst und Reinerio Castano, der für die Brüder Daniel und Constantin Papst die Baustellenaufsicht führt. Erster Eindruck: Kalt ist anders. Schon in den beiden kombinierbaren Vortragsräumen im Untergeschoss, die mit ihrer langen Fensterfront viel Tageslicht einlassen, bleibt der Winter außen vor. Im Erdgeschoss verputzt ein Gipser die Wand eines besonders großen Hotelzimmers. Der breite Durchgang ins künftige Bad klassifiziert den Raum direkt neben der Rezeption als behindertengerecht ausgestaltetes Zimmer. Auch hier arbeitet schon die Fußbodenheizung. Denn der Estrich, Ende November im östlichen Teil des Gebäudes verlegt, muss weiter trocknen.

Gegenwärtig liefert eine Gasheizung die Wärme, später kommen eine Photovoltaik- und eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage hinzu. „Das ist Energieerzeugung auf dem neuesten Stand“, sagt Daniel Papst. Die Fensterbänke im künftigen Hotelflur im Obergeschoss sind in Eichenholz ausgeführt, die Wand in Richtung Bahnhofstraße ist schon zweifarbig getüncht. Ist da schon was fertig? Oh ja. Mit sichtlicher Freude öffnet Papst die Tür zum sogenannten Musterzimmer. Es ist ein komplett eingerichtetes Gästezimmer mittlerer Größe. Der Eindruck? Psssst! Die ersten Bilder bekommt ein großes Publikum heute Abend beim Neujahrsempfang ab 19.30 Uhr in der Stadthalle gezeigt, wo Constantin Papst das gesamte Projekt, bestehend aus Hotel „Federwerk“, Restaurant „Feinwerk“, Veranstaltungsräumen und Loft-Wohnungen, vorstellen wird. Und auch bei der Führung ist ein Blick in das momentane „Herz“ des Hotelprojektes bereits „gebucht“.

51 Hotelzimmer wird das Haus auf drei Ebenen beherbergen. Der Innenausbau erfolgt in Form eines handwerklichen „Rollkommandos“. Heizung, Wasser, Lüftung, Strom, Datenkabel und Verputz sind abgestimmte Phasen. Momentan sind Fensterbauer, Sanitärfachleute, Gipser, Elektriker und Betonbauer im Gebäude. „Die Arbeiten sind gut koodiniert“, hebt Castano die gute Zusammenarbeit von Handwerkern und Bauleitung von den Architekten Wössner und Lechner hervor.

Im Treppenhaus geht es ins dritte OG. Durch eine Baustellentür tritt man in einen lichtdurchfluteten Raum. Die erste von insgesamt fünf Loft-Wohnungen. Bodenhohe Fenster, ein toller Blick Richtung Röhlinwald. Der ist noch ungehinderter in der Loft-Wohnung ein Stock höher. Eingebaut sind auch dort schon die beiden Schlafzimmer, die ein von beiden Seiten begehbares Bad verbindet. Großzügiger Schnitt. Das setzt sich in allen Wohnungen fort. Direkt unterm Dach zeigt Castano sein persönliches Schmuckstück. Es ist eines der Boardinghouse-Zimmer, die mit Küchenzeile für längerfristige Gäste konzipiert sind. Zimmerhohe Glasfronten weisen in Richtung Rupertsberg und Jörglisberg. „Ab 12 Uhr scheint hier die Sonne.“ Glaubt man gerne.

Auf dem Weg zurück zeigt Daniel Papst die Wohnung des künftigen Betreiberpaars. „Personalentscheidungen sind noch nicht final gefallen.“ Mehr als 20 Beschäftigte wird der Betrieb benötigen. Anfragen sind auf der Facebookseite Hotel Federwerk weiter möglich. Zurück im künftigen Restaurant sind die Temperaturen wieder winterlich. Ein Betonbauer verlegt im Bereich der künftigen Küche Armierungen für den Estrich. Eigentlich habe man im Restaurant ja einen fertigen Boden gehabt, erläutert Daniel Papst. Der sei zu hoch gewesen und habe die erforderliche Raumhöhe nicht ermöglicht. Der neue Boden gewährt jetzt 20 Zentimeter mehr Platz nach oben und verfügt sogar über eine Isolierung.

 

Die Verlosung

Wer zwei Karten gewinnen möchte, ruft bis Freitag, 19. Januar, 15 Uhr, unsere Gewinnerhotline an. Die Nummer lautet 0 13 79/37 05 00 81. Bitte das Stichwort "Federwerk" nennen. Und Vorsicht, die Nummer hat eine andere Endziffer als die parallele Verlosung von Tickets für das Konzert von Classic Brass. Ein Anruf aus dem Festnetz der Telekom kostet 50 Cent. Mobilfunkpreise können höher liegen. Die Namen der Gewinner werden online und in der Tageszeitung veröffentlicht.

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