St. Georgen Orpheus-Oper in der Kirche St. Georg begeistert Beteiligte und Publikum

Selten klang die Unterwelt so himmlisch. Das Gemeinschaftswerk mit dem Gastchor "Esterelenco Saint Raphael" und einheimischen Akteuren bescherte einen großartigen Konzertabend.

Die Konzertbesucher bedankten sich mit stehenden Ovationen und minutenlangem, herzlichen Applaus bei allen Akteuren für einen wundervollen Konzertabend in der St. Georgskirche. Sie erlebten eine musikalische Sternstunde, geprägt von der 45-jährigen Städte-Freundschaft und der Liebe zur Musik. Unter der Leitung von Bruno Picaudé sang der Chor "Esterelenco Saint Raphael" unterstützt von einem St. Georgener Projektchor die Pariser Version der Oper "Orpheus und Eurydike".

Begleitet wurden sie dabei vom Projektorchester, bestehend aus dem Jugendsymphonieorchester der Jugendmusikschule, ehemaligen Schülern und Lehrern unter der Leitung von Dirigent Elias Zuckschwerdt. "Für mich war es das erste Mal, etwas in der Größe zu machen", erklärte dieser. Sehr positive Probenarbeiten, intensive Vorbereitungstage und die ganz besonders herzliche Stimmung unter allen Akteuren bezeichnete er als Grundlage für den erfolgreichen Abend.

Den Auftakt ins Konzerterlebnis machte Violoncello-Solist Guillaume Artus zu einem echten Erlebnis. Der junge Musiker aus der Partnerstadt verzauberte die Konzertbesucher mit Werken von Josef Haydn, die in ihrer klassischen Festlichkeit genau den richtigen Einstieg gaben. Mal befand sich das Cello von Guillaume Artus im Zwiegespräch mit dem Projektorchesters, mal dominierte es dramatisch die zarten Orchestertöne. Für die Besucher war das Cellospiel des virtuosen Solisten zweifellos ein Hochgenuss. Mit lauten Bravo-Rufen forderten die Konzertgäste den jungen Franzosen wiederholt auf, sich seinen Applaus abzuholen.

Für die Oper "Orpheus und Eurydike" waren zweisprachige Programmhefte vorbereitet worden, die es jedem Konzertbesucher ermöglichten, die Geschichte des Paares zu verfolgen. Sopranistin Sophie Rosenfelder sang die Parts des Amor und der Eurydike, Tenor Gregor Jenne musste sich, aus gesundheitlichen Gründen auf ein Duett und ein Solostück beschränken. Kurzfristig war für ihn Nicole Bachmann eingesprungen, die die unerwartete Aufgabe genauso wie ihre Kollegen hervorragend löste.

Sie nahmen die Konzertbesucher an der Seite Orpheus mit in die Unterwelt. Dort will er seine Gefährtin Eurydike zurückholen. Das gewährt ihm der Liebesgott Amor mit der strengen Auflage, die Geliebte nicht anzusehen, bis sie die Oberwelt wieder erreichen. Diese unterstellt ihm aber Zweifel an ihrer Liebe und als Orpheus sie doch ansieht, sinkt sie zu Boden. Ein letztes Mal lässt Amor Gnade walten, erweckt Eurydike und lässt die Liebe siegen.

Auf dieser Reise erlebten die Konzertgäste dramatische Arien mit den Akteuren, ein berührendes Querflötensolo mit Irena Soloducha, der Arienbegleitung von Ute Kloppert, sowie ein stimmgewaltiger Chor. Der interpretierte die dämonischen Szenen genauso perfekt wie die geisterhaften und die Trauer Orpheus. Und sie zelebrierten den finalen Sieg der Liebe. Bürgermeister Michael Rieger und sein Stellvertreter Manfred Scherer bedankten sich mit Blumen bei den Akteuren des Abends.

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