St. Georgen Neues Baugebiet: Hier soll die Stadt wachsen

Neues Wohngebiet Glashöfe könnte entstehen. Investor will unterhalb des Lorenzhauses bauen. Noch ist das Projekt in der Planungsphase.

In der Stadt sollen durch das Wohngebiet Glashöfe neue Bauplätze entstehen. Über einen ersten Entwurf der Planung hat der Gemeinderat nun in seiner Sitzung gesprochen. Bauplätze sind in St. Georgen sehr gefragt. Die Nachfrage übersteigt das vorhandene Angebot. "Die Nachfrage nach Bauplätzen steigt", sagte auch Stadtbaumeister Alexander Tröndle. Die Verwaltung plant nun weitere Schritte, zu einem späteren Zeitpunkt folgt die Entscheidung, ob das Projekt realisiert werden kann.

  • Baugebiet Glashöfe: Für das Gebiet liegen derzeit unterschiedliche Planungsvarianten vor. Unsere Grafik bildet eine davon ab. Weil das Projekt nun erstmals öffentlich vorgestellt wurde, ist noch nicht konkreter, wie das Baugebiet Glashöfe aussehen wird. Sicher ist, dass es an der Robert-Koch-Straße und der Straße Am Silberbrünnele ansetzen soll. Es würden knapp 40 Bauplätze entstehen.
  • Mögliche Zufahrt: Zur Diskussion stehen wird, falls das Baugebiet realisiert wird, ob eine separate Zufahrt zum Baugebiet geschaffen wird. Diese wurde in Richtung Bundesstraße führen, damit bestehende Wohngebiete nicht zusätzlich belastet werden.
  • Investor aus München: Die Umsetzung will ein Investor aus München vorantreiben. Die Unternehmerfamilie Epp führt die Ecu Grund und Boden GmbH. Das Grundstück gehört der Familie. Vorgestellt haben sich im Gemeinderat Manfred und Christian Epp. Man wolle ein Wohngebiet mit außergewöhnlicher Attraktivität schaffen. Es gebe in St. Georgen einen hohen Bedarf an Wohnfläche, wie überall im Bundesgebiet.
  • Planer mit Ehrfurcht: Er habe die Topografie mit Ehrfurcht wahrgenommen, sagte der Städteplaner Bernd Fahle vom Büro FSP-Stadtplanung in Freiburg im Gemeinderat. Trotzdem sei die Realisierung machbar. "Wir haben in diesem Gebiet Stichstraßen, die darauf warten, fortgeführt zu werden", sagte er etwas überspitzt. Er sehe eine wunderbare Wohnlage. "Das Wohngebiet wird weithin sichtbar und erlebbar werden", sagt er. Das Wohngebiet habe eine sehr prominente Lage, weil es aus Richtung Triberg am Hang direkt ins Auge stechen wird.
  • Gemeinderat sieht dringenden Bedarf: Die Gemeinderäte werteten die Pläne durchweg positiv. "Wir brauchen Bauland", sagte Joachim Kleiner (FW). Die Stadt solle auch nach außen wachsen dürfen. Georg Wentz (FDP) lobte die gute Planung, merkte aber an, dass das Wohngebiet für Normalbürger erschwinglich bleiben müsse. Es sei sehr ärgerlich, dass die Stadt bei der Versteigerung des Baulands nicht selbst zum Zug gekommen ist. Oliver Freischlader (SPD) habe sich bis vor Kurzem nicht vorstellen können, dass dort ein Baugebiet entstehen könne. Es sei aber letztlich doch die logische Konsequenz, wenn man sich den Bereich genauer ansehe. Die Gemeinderäte tendierten auch eher zu einer sogenannten Ringerschließung, bei der eine Durchfahrt theoretisch ohne Wendemanöver möglich ist.

 

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