St. Georgen Ministerin sieht die Zukunft

CDU-Frau Susanne Eisenmann ist beeindruckt von der Technik der Firma Imsimity. Die virtuelle Realität kommt bereits in den Schulen zum Einsatz – mit beeindruckendem Ergebnis.

Wenn das baden-württembergische Kultusministerium demnächst über wegweisende Entscheidungen von Digitalisierung und Pädagogik im Unterricht berät, dann könnte die Firma Imsimity einen nicht unwesentlichen Anteil am Ergebnis haben. Bei einem Besuch beim Softwareentwickler für virtuelle Realität (VR) in St. Georgen zeigte sich Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) beeindruckt, wie digitale Medien bereits heute unter anderem am Thomas-Strittmatter-Gymnasium in St. Georgen eingesetzt werden.

Gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordnetem Thorsten Frei kam die Kultusministerin in die Bergstadt, um sich bei den Pionieren einen Überblick zu verschaffen, welches Potenzial die Zukunftstechnik bereits heute hat. Vor einigen Jahren sei es "noch vermessen gewesen, virtuelle Realität für Schulen zur Verfügung zu stellen", sagte Imsimity-Geschäftsführer Martin Zimmermann. Unter anderem, weil die Komponenten dafür sehr teuer waren. Heute nutze man die Technologien aus dem Spielbereich, etwa Cyberbrillen. Um das Lernmaterial für Schulen und Schüler optimal aufzubereiten, hat Imsimity das Labor für digitale Bildungsmedien entwickelt. Hier werden in Zusammenarbeit mit Schulen und Schülern Lerninhalte so konzipiert, dass sie auch unterrichttauglich sind. Der Erfolg des Lernens durch Nutzung dreidimensionale Medien ist messbar. "Offensichtlich werden durch 3D und Interaktion erworbene Lerninhalte in anderen Gehirnregionen abgelegt", so Zimmermann.

Beispiele aus der Praxis erläuterte auch der Schulleiter des Fürstenberggymnasiums in Donaueschingen, Mario Mosbacher. Im Gegensatz zu einem fertigen Schulbuch entsteht der Cyber-Classroom mit der Unterstützung von Schülern. "Schulen werden so zum Forschungs- und Entwicklungsstandort." Allerdings mahnte der Pädagoge auch. "Eine 3-D-Brille aufzusetzen reicht nicht. Es braucht auch ein pädagogisches Konzept."

Bundestagsabgeordneter Thorsten Frei brachte den Besuch in St. Georgen auf einen Nenner. "Die Schule der Zukunft mit den Fähigkeiten der Region zusammenbringen." Die Kultusministerin zeigte sich vom Besuch bei der Firma Imsimity beeindruckt. "Das ist unglaublich weit, was hier schon geboten wird. Und zwar sowohl im Bereich Technik als auch Pädagogik. Von diesem Termin nehme ich sehr viel mit, auch im Hinblick darauf, dass wir seitens des Kultusministeriums vor der Entscheidung stehen, wo wir im Bereich Digitalisierung und Pädagogik hinwollen."

Imsimity-Geschäftsführer Martin Zimmermann war über den Besuch der Kultusministerin sehr erfreut. "Es hat uns gefreut, dass sich die Ministerin die Zeit nimmt, sich unsere Entwicklungen anzuschauen und im Verbund mit den Schulleitern sieht, welche Potenziale über die Jahre erarbeitet wurden." Er würde sich freuen, wenn "die Dinge, die wir über Jahre erprobt haben, in die Breite kommen. Und nicht in fünf oder zehn Jahren bei Google oder Facebook gekauft werden müssen. Sondern dass wir den Technologievorsprung, den wir aktuell haben, auch halten können."


Im Goldenen Buch

Nach ihrem Besuch bei der Firma Imsimity trug sich Kultusministerin Susanne Eisenmann im Beisein von Bürgermeister Michael Rieger (rechts) und Stadtrat Manfred Scherer ins Goldene Buch der Stadt ein. 

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