St. Georgen Kunstrasenplatz scheint nicht in Sicht: Fußball-Chef droht mit Rücktritt

Der St. Georgener FV/DJK wünscht sich einen Kunstrasenplatz. Allerdings fehlt es der Stadt an Geld. Die Enttäuschung beim Verein ist groß.

Seiner Enttäuschung freien Lauf ließ der Vorsitzende des Fußballvereins FV/DJK, Udo Jung bei der Hauptversammlung, als Bürgermeister-Stellvertreter Joachim Kleiner in seinen Grußworten die Euphorie der Kicker bremsen musste und wenig Hoffnung machte, dass der Fußballverein in absehbarer Zeit einen Kunstrasenplatz bekommen könnte. "Im Moment sieht es eher schlecht aus", sagte Kleiner und zählte auf, dass die Stadt mittelfristig andere Baustellen wie etwa die Ertüchtigung von Schulen und Kindergärten sowie die Innenstadtsanierung vorantreiben muss. Enttäuscht war Jung vor allem deswegen, weil er kürzlich das Anliegen Kunstrasenplatz dem Gemeinderat vorgetragen habe. "Dort hatte ich das Gefühl, dass das sehr wohlwollend aufgenommen wurde." Zudem habe der Verein bereits Ideen in der Schublade, wie mit verschiedenen Aktionen Geld gesammelt werden kann, um den Eigenanteil in Höhe von mindestens 100 000 Euro finanzieren zu können. Man wolle die Projekte in Kürze starten. Jung, der auch Trainer und Jugendleiter ist, kündigte auch Konsequenzen an. "Der Verein und die Jugend hängen mir sehr am Herzen. Ich werde mit allen fairen Mitteln kämpfen, um unser Ziel zu erreichen. Sollte der Verein allerdings nicht demnächst mit der Umsetzung der Projekte starten können, sehe ich meine Arbeit im FV/DJK als beendet." Zuvor zog Jung eine positive Bilanz des vergangenen Vereinsjahres. Insbesondere die Integration syrischer Fußballspieler verlaufe sehr gut. Drei syrische Kicker sind im Kader der ersten Mannschaft. Insgesamt gibt es im Verein Spieler aus 14 Nationen. Außerhalb des Spielfeldes präsentierte sich der FV/DJK beim Stadtfest und auf dem Weihnachtsmarkt mit einem Stand. Auch sind die Mitglieder inzwischen gerne gebuchte Helfer, wenn es um die Bewirtung von Veranstaltungen geht. Sportlich sei der Verein noch nicht am gesteckten Ziel angelangt. Die abgelaufene Saison sei eine Saison des Umbruchs gewesen. In der Hauptversammlung kündigte Ingrid Hoffkamp an, dass die Frauengymnastikgruppe ihre Aktivitäten einstellen wird. Zuletzt sei die Teilnehmerzahl aus Alters- und Krankheitsgründen immer kleiner geworden. Die verbleibenden Mitglieder konzentrieren sich künftig auf gesellige Zusammenkünfte.

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