St. Georgen Kinder überrascht: In der guten Stube der Fallers wird viel getrickst

Viertklässler aus St. Georgen besuchen Fernsehstudios des Südwestrundfunks. Sie merken beim Blick in die Regie und hinter die Kulissen: Selbst im Wohnzimmer der Serien-Fallers sind die Fliesen nur aufgemalt.

Vor einer Kamera sind sie bereits gestanden, die Viertklässler der Robert-Gerwig-Schule. Einige von ihnen wirkten im März an den Bergstadtgeschichten von Rainer Jörger als Kinderreporter und Nachrichtensprecher mit. Jetzt haben Metehan Braun, Louis Struss, Xenia Wodarz, Andrea Rauer, Mika Schreiner, Jenny Müller, Eva Böhm und Luisa Brandenburg erlebt, wie Fernsehalltag hinter den Kulissen aussieht.

Gemeinsam mit Bergstadtgeschichten-Produzent Rainer Jörger, Schulleiter Jörg Westermann und der Klassenlehrerin der 4a, Hannah Lindner, fuhren die jungen Bergstadtreporter zum Südwestrundfunk (SWR) nach Baden-Baden. Dort merkten sie schnell, dass man beim Fernsehen seinen Augen nicht immer trauen darf.

Marie-Christin Karaceles vom Bereich Öffentlichkeitsarbeit des SWR nahm die Gruppe mit auf Entdeckungsreise. In einem der neun Fernsehstudios wird gerade alles für das Nachmittagsmagazin „Kaffee oder Tee“ vorbereitet. Dutzende Scheinwerfer leuchten das im Stil eines Wohnzimmers dekorierte Studio aus. Kameras stehen herum, Frauen und Männer tragen Requisiten, kontrollieren und überwachen. „An einer Produktion sind etwa 80 Leute beschäftigt“, erzählt Marie-Christin Karaceles.

Plötzlich steht Tom Lindner vor den Kindern. Er ist Regisseur des Magazins „Kaffee oder Tee“, das montags bis freitags live ausgestrahlt wird. Lindner nimmt sich Zeit und erzählt den Kindern, wie Fernsehen gemacht wird. Die St. Georgener lässt er bei der Probe für die Sendung sogar in den Regieraum. „Dahin darf sonst normalerweise keiner, das ist etwas ganz Besonderes“, unterstreicht Marie-Christin Karaceles. Mucksmäuschenstill verhalten sich die Schüler, als sie dem Regisseur, der Bildtechnikerin und den anderen Mitarbeitern über die Schulter schauen.

In einer Pause erklärt der Regisseur den Kindern dann noch persönlich, wozu die vielen Bildschirme benötigt werden. „Darauf sehen wir alle Bilder, die von den verschiedenen Kameras eingefangen werden und können entscheiden, welches Bild wir den Fernsehzuschauern zeigen.“

Eine Studiotür weiter stehen die Kinder plötzlich in der bekanntesten Schwarzwaldbauernküche aus der Fernsehserie „Die Fallers“. In zwei Studiohallen, werden hier die gesamten Innenaufnahmen der beliebten Serie gedreht. Inzwischen ist auch Kathrin Brunner-Schwer zu der Truppe dazu gestoßen. Sie kommt aus Villingen-Schwenningen und macht die Pressearbeit für die „Die Fallers“.

Brunner-Schwer erklärt, dass die Dreharbeiten für die neueste Staffel vor wenigen Tagen beendet wurden. Deshalb sind keine Schauspieler mehr da und die Kinder können neben der Bauernküche auch die Stube besichtigen.

Dabei wird deutlich, dass beim Fernsehen vieles vorgetäuscht wird. „Der Ofen ist nicht echt, die Fliesen auf dem Küchenboden sind nur aufgemalt. Und selbst die Treppe im Flur führt nirgendwo hin“, stellen die Kinder erstaunt fest.

Was hat den Kindern am meisten gefallen? „Dass beim Fernsehen viel getrickst wird“, sind sich Xenia Wodarz und Andrea Rauer einig. Beim gemeinsamen Pizzaessen, das Bürgermeister Michael Rieger spendierte, werden die Erlebnisse ausführlich diskutiert.


Studios

Der SWR ist der zweitgrößte Sender der ARD. In der Sendeanstalt am Fremersberg in Baden-Baden liegt der Schwerpunkt von TV-Produktionen wie „Kaffee oder Tee“, „ARD-Büfett“ und verschiedene Unterhaltungsshows. Nachrichtensendungen wie die „Landesschau“ werden dagegen beim SWR in Stuttgart produziert. (spr)

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