St. Georgen Hohwalddeufel blicken auf teuflisch turbulente 25 Jahre

Die St. Georgener Narren feiern ihren 25. Geburtstag – am 20. Januar wackelt närrisch die Stadthalle.

St. Georgen – Die St. Georgener Narrengruppe Hohwalddeufel und Wälderschnäpf feiert Jubiläum. Seit genau 25 Jahren bereichern sie die St. Georgener Fasnacht. Gefeiert wird das Vierteljahrhundert mit einer großen Deufelsfete am Samstag, 20. Januar, in der Stadthalle.

Auf ihre Jubiläumsfete freuen sich Vorsitzender Thomas Burgbacher und Schriftführerin Nadine Stockburger sehr. "Wir haben ein kleines Bühnenprogramm mit Showtanz und Auftritten der Guggenmusiken Bergstadtfetzer und Bloos-Arsch", verrät Thomas Burgbacher. In erster Linie soll die Deufelsfete aber das sein, was der Name ankündigt: "Wir wollen eine Party feiern mit unseren Gästen", ergänzt Nadine Stockburger. Für die Musik sorgt DJ Twenty B.

Entstanden ist die Fasnachtsfigur des Hohwalddeufels nach der Sage des Sternguckers. Ein St. Georgener Uhrenhändler soll, so die Legende, Ende des 18. Jahrhunderts aus der Ferne in seine alte Heimat zurückgekehrt sein. Im Gepäck habe er ein Guckrohr gehabt, mit dem er die Sterne beobachtete. Der Mann soll einen bösen Blick gehabt haben und bald ranken sich abenteuerliche Geschichten um den geheimnisvollen Sterngucker.

1993 nahm sich eine Handvoll Fasnachtsbegeisterter dieser Sage an und entwarf die Narrenfigur. "Eigentlich wollten die Erfinder damals eine Hexenfigur kreieren", erinnern sich Thomas Burgbacher und Nadine Stockburger. Da jedoch in die Planungs- und Entwurfsphase die Geburtsstunde der St. Georgener Nesthexen gefeiert wurde, schwenkten die Ideengeber um und entwarfen eine Teufelsfigur, die 1993 erstmals in Erscheinung trat.

Um dem Hohwalddeufel ein weibliches Pendant zur Seite zu stellen, gesellte sich 1997 die Wälderschnäpf dazu. Dabei achten die Zunftoberen streng darauf, dass die Wälderschnäpf figurenmäßig stets deutlich in der Unterzahl ist. "Die Wälderschnäpf sollen maximal ein Drittel der Gesamtmitglieder stellen", erläutert Thomas Burgbacher. Und so ist es bis heute eine besondere Auszeichnung, ins Häs einer Wälderschnäpf schlüpfen zu dürfen: "Jedes neue Mitglied ist zunächst ein Deufel."

Im Jubiläumsjahr schlüpfen 32 Aktive ins Häs, weitere 60 Personen unterstützen den Verein als passive Mitglieder. Thomas Burgbacher und Nadine Stockburger freuen sich, wie die Gruppe in den vergangenen 25 Jahren gewachsen ist. "Wir haben eine super Truppe am Start, die Stimmung ist so gut wie nie. Und wir wollen so weitermachen wie bisher. Und mitgliedermäßig noch ein wenig weiterwachsen", wünschen sie sich zu ihrem Jubiläum.

Die Narren-Fete

Die Deufelsfete beginnt am Samstag, 20. Januar um 19.30 Uhr in der Stadthalle. Der Eintritt an der Abendkasse kostet sechs Euro. Einlass erst ab 18 Jahren. Es gibt Ausweiskontrollen, so der Verein. (spr)

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