St. Georgen Hallenbad: Schulschwimmen geht weiter

Beim Problem Legionellenbefall läuft im Hallenbad die Ursachenforschung. Die DLRG macht ihre Schwimmkurse weiter, die Schulen nutzen den Schwimmsport.

Die Stadt hat ein Hygiene-Problem im Hallenbad. In einem Wasserkreislauf wurde eine erhöhte Legionellen-Belastung entdeckt, das Kinder- und das Nichtschwimmerbecken wurden daraufhin gesperrt (wir berichteten). Während der Ursachenforschung geht der Badebetrieb im Schwimmerbecken weiter.

So setzt die DLRG setzt den Kurs- und Trainingsbetrieb uneingeschränkt fort. Die Schwimmkurse finden am Freitag und Mittwoch weiter ganz normal statt. "Die Sperrung des Nichtschwimmerbeckens beeinträchtigt unsere Schwimmausbildung nicht", sagte DLRG-Chef Michael Racke. Sie finde im Schwimmerbecken statt. Ebenso laufe das anschließende DLRG-Training ganz normal. "Weil wir eine Eins-zu-Eins-Betreuung bieten können, brauchen wir das Übungsbecken nicht." Racke verlässt sich auf getrennte Wasserkreisläufe und regelmäßige Proben. Hysterie sei völlig unangebracht. Dass ein Legionellen-Befall ab und an vorkomme, wisse er aus Gesprächen in DLRG-Kreisen, "auch wenn da meist ältere Bäder betroffen sind". Momentan ausgesetzt ist der Seepferdchen-Schwimmkurs für Anfänger, den die städtischen Schwimmmeister geben.

Am Thomas-Strittmatter-Gymnasium werden die Schwimmzeiten weiter genutzt. "Unsere Schüler könnne ja schwimmen, sagte der stellvertretende Schulleiter Axel Dorer. Zwei, drei Nichtschwimmer aus den fünften Klasse müssten das Geschehen eben vom Beckenrand verfolgen. Auch Realschul-Rektor Hubert Ilka sieht keine Enschränkungen. In Peterzell gehen die Klassen eins und zwei weiter ins Hallenbad. Schwimmunterrricht auch an der Robert-Gerwig-Schule. Grundschüler, die noch nicht schwimmen können, besuchen in dieser Zeit den Sportunterricht der Parallelklasse.

Auch an der Rupertsbergschule dürften sich die Alternativen ähnlich verhalten. Genaue Aussagen lagen laut Jörg Westermann am Mittwoch noch nicht vor. Insgesamt sei das organisatorische Problem während der Becken-Sperrung gering, so der Rektor.

Für das Gesundheitsamt ist die Situation in St. Georgen nicht außergewöhnlich. "Im Badewasserbereich treten immer wieder Überschreitungen landesweit auf, die unverzügliche Maßnahmen zur Wiederherstellung der einwandfreien Badewasserqualität erfordern, damit keine Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung ausgehen", sagte Kreissprecherin Heike Frank auf SÜDKURIER-Anfrage. Das Gesundheitsamt steht in Kontakt mit der Stadtverwaltung St. Georgen. Sichere Maßnahmen sind empfohlen und es wurden notwendige Kontrollen veranlasst. Nach entsprechender Desinfektion und wiederhergestellter Badewasserqualität werde die Öffnung wieder zugelassen, so die Sprecherin weiter.

Laut Stadt fand am Montag dieser Woche ein Termin im Hallenbad statt, an dem das Gesundheitsamt zwar anwesend war, der aber nicht direkt mit den aktuellen Untersuchungsergebnissen zu tun hatte. Der Termin, so Stadtbaumeister Alexander Tröndle, fand statt, um einerseits den Schwimmmeister eine erneute Einweisung in die Anlage zu geben und anderseits mit der Fachfirma, dem Fachingenieur und dem Gesundheitsamt auf Ursachenforschung zu gehen, da bei den vierwöchentlichen Regeluntersuchungen immer wieder Legionellen (weit unter dem Hinweiswert 1000 KBE) in den beiden Becken gefunden wurden.

Für diesen Terminen wurden Teile der Anlage beprobt. Erst nach dem Termin am Montagnachmittag lagen die Untersuchungsergebnisse vor und wurden umgehend zur Risikobewertung an unser Ingenieurbüro geschickt. Am Montagabend gegen 21 Uhr habe das Büro seine Einschätzung an die Stadt und das Gesundheitsamt geschickt. In Absprache mit dem Amt am Dienstagvormittag wurden sofort die beiden Becken vorsorglich geschlossen. Ziel, so das Gesundheitsamt, sei es abwehrgeschwächte Personen und Kleinkinder zu schützen.

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