St. Georgen Frauen statt Männer: Theater-AG des Gymnasiums inszeniert Dürrenmatt neu

Die Theater-AG des Thomas-Strittmatter-Gymansiums in St. Georgen führt eine Eigeninterpretation von "Die Physiker" auf. Mitinszenatorin Miriam Schwab erklärt die Idee.

Der Physiker Johann Wilhelm Möbius und zwei Männer, die sich vermeintlich für Isaac Newton und Albert Einstein halten, sind die Protagonisten in Friedrich Dürrenmatts Drama "Die Physiker". Johanna Wilma Reiche und sowie zwei Frauen, die sich für die Physik-Nobelpreisträgerinnen Marie Curie und Maria Göppert-Mayer halten, heißen die Hauptdarsteller bei der Eigeninterpretation der Theater-AG des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums (TSG). Am Freitag, 19. Mai, und Samstag, 20. Mai, führen die Schüler ihre Version um 20 Uhr im Theater im Deutschen Haus auf. "Wir hatten das Gefühl, dass weibliche Forscherinnen nie die Aufmerksamkeit bekommen, die sich verdienen – diese wollten wir mit unserer Interpretation mal ins Bild rücken", erklärt Miriam Schwab, die das Stück gemeinsam mit ihren Schulkolleginen Sara Raimondo und Claudia Roth inszeniert hat.

Rund 15 Schüler der Klassen 8 bis 11 bilden das Ensemble für das Stück. "Im Herbst haben wir mit den Proben angefangen, wir haben versucht, jeden Freitag zu proben", erklärt Schwab, "ich bin zuversichtlich, dass es bis nächsten Freitag alles richtig sitzt." Die Handlung beschreibt die Theater-AG selbst so: Die brillante Physikerin Johanna Wilma Reiche, lebt seit 15 Jahren im Sanatorium "Les Cerisiers". Ihre beiden Zimmergenossinnen bilden sich dagegen ein, sie seien Marie Curie und Maria Göppert-Mayer, die beiden einzigen Frauen, die jemals den Physik Nobelpreis erhielten. Doch der geregelte Alltag gerät aus der Bahn als sich ein schrecklicher Mord ereignet und die Fragen aufwirft: War das erst der Anfang? Und ist Fortschritt immer zu begrüßen?

"Wir haben in unserer Stufe Dürrenmatt gelesen und hatten dann Lust, etwas von ihm zu inszenieren", antwortet Schwab auf die Frage, warum die drei Schülerinnen dieses Stück auswählten. Auf die Bühne gebracht haben sie es ganz allein, ohne große Hilfe der Lehrer. Wie das geht? "Wir haben es ein bisschen umgeschrieben. Aber wir haben dann einfach angefangen zu spielen, viel hat sich direkt während der Proben ergeben", berichtet Schwab. Sie ist stolz darauf, dass sie und ihre Mitstreiterinnen das Projekt alleine gestemmt haben. "Und parallel hatten wir noch das Abitur, trotzdem ist alles mehr oder weniger wie geplant gelaufen, das freut mich", erklärt sie. Unterstützung, sofern nötig, erhielten sie während der Probenphasen von Johanna Zelano vom Theater im Deutschen Haus, als auch von TSG-Lehrer Rüdiger Brix. Wie es seit Jahren Brauch ist, findet im Anschluss an die Premierenaufführung am Freitag eine kleine Premierenparty statt. Einlass an beiden Tagen ist jeweils ab 19.30 Uhr.

Kartenverkauf

Eintrittskarten sind, solange Vorrat reicht, im Vorverkauf (beim Ensemble in der Schule und Natur- und Feinkost Hoppe, Gerwigstrasse 17, 78112 St. Georgen, Telefon 0 77 24/ 91 83 99) und an der Abendkasse erhältlich, über den Vorverkauf können auch telefonische Reservierungen für die Abendkasse getätigt werden. Der Eintritt kostet acht Euro, Schüler zahlen fünf Euro.

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