St. Georgen Fairness steht in St. Georgener Schulen an erster Stelle

Bei einem Eine-Welt-Abend in der Stadthalle wird das bundesweit erste Fair-Trade-Schulnetzwerk ausgezeichnet. Mit Nachhaltigkeit und fairem Handel beschäftigen sich die Schüler der Schwarzwaldstadt schon lange.

Die Themen Nachhaltigkeit und fairer Handel standen im Mittelpunkt des Eine-Welt-Abends in der Stadthalle. Höhepunkt der Veranstaltung, die von der Stadt mit Unterstützung des St. Georgener Schulnetzwerks organisiert wurde, war die Auszeichnung zum bundesweit ersten Fair-Trade-Schulnetzwerk.

Die Auszeichnung haben sich die vier St. Georgener Schulen, die Rupertsberg-, Robert-Gerwig-, Realschule sowie das Thomas-Strittmatter-Gymnasium, redlich erarbeitet. Michaela Conzelmann, Lehrerin am TSG und Leiterin der Fair-Trade-AG, zählte zahlreiche Aktionen und Projekte auf, die die Schüler in den vergangenen zwei Jahren auf die Beine gestellt haben. Vom Verkauf fair gehandelter Produkte über die thematische Behandlung im Unterricht bis zur Weltfairändererwoche befassen sich die Schüler seither regelmäßig mit den Themen fairer Handel und Nachhaltigkeit. Von diesem Engagement zeigte sich auch Maria Gießmann, Fair-Trade-Koordinatorin von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit (SEZ) des Landes, begeistert, als sie den Schülern die Auszeichnungsurkunden und Banner überreichte, mit denen die Schulen ihren Fairtrade-Status nach außen sichtbar darstellen können.

"St. Georgen feiert und die Welt feiert mit", brachte es Tobias Beißwenger auf den Punkt, der den Abend gemeinsam mit Amelie Conzelmann moderierte. Zu dieser Aussage gab es Videobeweise. Vier Schüler des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums, die im sich im Rahmen des Weltklasseprojekts derzeit in Kenia aufhalten, schickten eine Videogrußbotschaft. Auch eine Schule aus Kolumbien, mit der das TSG eine Partnerschaft führt, gratulierte dem ausgezeichneten Schulnetzwerk aus Südamerika über die Leinwand.

Bürgermeister Michael Rieger, CDU-Bundestagsabgeordneter Thorsten Frei und die Landtagsabgeordneten Karl Rombach (CDU) und Martina Braun (Grüne) stellten sich in kurzen Interviews den Fragen von Schülern. Auf die Frage, welche der 17 von den Vereinten Nationen herausgegebenen nachhaltigen Entwicklungsziele für Deutschland, respektive St. Georgen besonders wichtig seien, waren sich Frei und Rieger einig, dass gleichermaßen alle bedeutend sind, "denn wir sind alle Teil dieser einen Welt", so Frei. Rieger ergänzte, dass "es schlimm genug ist, dass man diese Ziele erst erfinden muss." Weshalb Martina Braun vom Biobauernhof in die Politik wechselte, wollte eine Schülerin wissen. "Weil Menschen mit praktischer Erfahrung die Politik prägen sollten." Die langen Arbeitstage vom Bauernhof kämen Braun bei langen Sitzungen zu Gute. Und was Karl Rombach dem US-Präsidenten sagen wolle, falls er die Chance hätte ihn zu treffen, wusste Karl Rombach genau. "Ich würde ihm sagen, dass er sich in Sachen Fairness ein Beispiel an St. Georgen nehmen soll."

In weiteren Gesprächsrunden regten Interviewpartner aus der Verwaltung und lokalen Wirtschaft zum nachhaltigen Konsum an. Zudem gab es Einblicke in die Flüchtlingsarbeit. Der TSG-Schulleiter stellte die Club-of-Rome-Partnerschaft vor. "Den Club of Rome gibt es nächstes Jahr seit 50 Jahren. Und von Anfang an wurden hier Nachhaltigkeitsziele umgesetzt."

Am Ende gab Michaela Conzelmann den gut 450 Besuchern Denkanstöße mit auf den Weg. "Mit dem eigenen bewussten Handeln kann man auch andere zum Nachdenken anregen. Engagieren wir uns für diese Welt, wir haben nur die Eine."

Faire Produkte

Musikalisch umrahmten das Projektorchester des TSG sowie die Jazzcrew 2.0 das Programm. In der Stadthalle waren etliche Stände aufgestellt, wo fair gehandelte Produkte verkauft wurden. Zudem konnten sich die Besucher an einem reichhaltigen Büfett stärken, das ebenfalls mit Köstlichkeiten aus fairen Produkten zubereitet wurde. (spr)

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