St. Georgen Evangelische Altenhilfe betreibt drittes Haus in Schönwald

Im neuen Seniorenzentrum gehen 2018 30 Pflegeplätze in Betrieb. Das Personal stellt die St. Georgener Einrichtung jetzt schon zusammen.

Die Evangelische Altenhilfe (EAH) expandiert. Aus einer Betreuungseinrichtung, die derzeit in St. Georgen zwei Häuser und eine Sozialstation betreibt, wird im nächsten Jahr ein Sozialanbieter mit einer Filiale in Schönwald. Dort übernimmt die Altenhilfe die stationäre Betreuung in einem Seniorenzentrum, das auf dem Areal der früheren Mutter-Kind-Klinik entsteht. Der Spatenstich soll Mitte des Jahres erfolgen und die 30 vollstationären Pflegeplätze Ende 2018 belegt sein. Die Vorbereitungen für die Ausweitung haben schon jetzt begonnen, sagt der Markus Schrieder, Geschäftsführer der EAH.

Die EAH tritt in Schönwald als Pächter auf, der Vertrag ist bereits unterschrieben. Um 30 Senioren, die jeweils in Einzelappartements leben werden, zu versorgen, bedarf es zusätzliches Personal. "Für zwölf Vollzeitstellen benötigen wir 20 Personen", so Schrieder. Diese Personalaufstockung geschieht auf mehrfache Weise. Zum einen bildet die EAH über Bedarf aus. "Ende des Jahres werden wir wohl 30 bis 35 Auszubildende haben", so der Geschäftsführer. Das sei viel, auch im Verhältnis zur Gesamtzahl der Mitarbeiter. Zudem werde man für das Haus in Schönwald weitere Fachkräfte einstellen. Die Ausbildungssituation sein gut, man bekomme zahlreiche Bewerbungen; auch weil verschiedene Werbeaktionen Früchte trügen. Mit Stefanie Götz weise die EAH erstmals eine Ausbildungsbeauftragte auf. Der Kopf einer guten Mischung aus erfahrenen und jüngeren Kräften im neuen Haus in Schönwald wird Cindy Pratscher. Die Pflegedienstleiterin sei eine der erfahrensten Mitarbeiterinnen im Lorenzhaus.

Die Ausweitung des Geschäftsbereichs in eine Nachbarkommune verschafft einem, so Schrieder "sehr stabilen Betrieb" ein weiteres Standbein und helfe, die bestehende Organisationsstruktur besser auszulasten: von der Verwaltungsspitze bis zur Küche. Zudem verhindere diese Option unliebsame Konkurrenz vor der eigenen Haustür.

Anders stelle sich die Situation in Schönwald dar. "Wir wollten uns da nicht reindrücken. Uns hatte der Bauträger als möglicher Betreiber empfohlen", verdeutlicht Schrieder. Es folgten fruchtbare Gespräche mit Rat und Bürgermeister Wörpel. Als Ansatz für ein gutes Miteinander sieht Schrieder die Konstellation, dass im Seniorenzentrum zwei Einrichtungen unter einem Dach arbeiten werden. Die Tagespflege wird durch die Sozialstation St. Marien Triberg betrieben. Das gemeinsame Ziel heiße, dafür zu sorgen, "dass die Schönwälder in Schönwald bleiben können."

Und wenn sich abermals in der Nachbarschaft eine Erweiterungsoption auftut? Man wäre nicht abgeneigt, signalisiert Schrieder, betont aber die Kernausrichtung der EAH. "Wir sind und bleiben eindeutig ein lokaler Anbieter." Und einer, der auch den für die nächsten 25 Jahren prognostizierten Zusatzbedarf aus dem eigenen Bestand abdecken könne.

Zwei Häuser

Im Lorenz- und im Elisabethhaus kümmern sich rund 180 Mitarbeiter, davon viele in Teilzeit beschäftigt, um derzeit 138 Bewohner. Die Sozialstation erreicht rund 200 Nutzer, eine Tagespflege ist im Elisabethhaus untergebracht. Die Evangelische Altenhilfe beschäftigt aktuell 28 Menschen in Ausbildung, davon drei Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) einen Studenten und zwei Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes ("Bufdis"). Derzeit nimmt die Evangelische Altenhilfe an einem Ausbildungs-Modellprojekt teil. Es bringt den Fachkräftemangel in der Altenpflege und den Wunsch vieler Flüchtlinge, eine Zukunftsperspektive zu finden, zusammen. (wur)

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